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Nicht nur bei den großen Tech-Konzernen

Entlassungswelle: Deutsche Startups ebenfalls betroffen

Amazon, Microsoft, Meta, Alphabet – diese großen Tech-Konzerne haben aktuell eines gemeinsam: Sie sind von der großen Entlassungswelle betroffen. Auch in Deutschland zeigen sich die ersten Kündigungen. In welchem Ausmaß welche Unternehmen betroffen sind und warum genau Startups aufpassen müssen, erfährst du hier.

Entlassungswelle bei den Großkonzernen

Seit Wochen dominieren Kündigungswellen die Nachrichten über Großkonzerne. Angefangen hat Amazon mit einer größeren Kündigungswelle. Microsoft zog nach und entließ rund 10.000 Mitarbeiter und schließt in diesem Jahr die Plattform AltspaceVR. Auch Meta, der Facebook-Mutterkonzern, schloss sich bei der Entlassungswelle an und kündigte rund 13 Prozent der Belegschaft. Zuletzt kündigte auch Alphabet, der Mutterkonzern von Google, eine Reihe von Kündigungen an.

Die Kündigungswelle scheint gerade alle großen Tech-Unternehmen anzuvisieren. Bisher unberührt scheint nur Apple zu sein. Unternehmen stellen oftmals auch mehr Menschen ein, da mit Wachstum geplant wird. Da der Wachstum durch die verschiedenen Krisen nun vielleicht nicht so eintritt, wie gedacht, folgt die große Entlassungswelle.

Warum sind Startups betroffen?

Startups können sich in ihrer Anfangsphase noch nicht selbst finanzieren. Sie beginnen mit einem kleinen Kapital und sind auf Investorengelder angewiesen. Sollten die Investoren sich nun gegen weitere Investments entscheiden oder kein Geld mehr für Finanzierungsrunden zur Verfügung stellen, bleibt diese Geldquelle verwehrt. Dann müssen Startups kreativ werden, denn ohne finanzielle Unterstützung ist keine gute Zukunft in Sicht.

Welche Startups sind von der Entlassungswelle schon betroffen?

Auch in Deutschland sind Startups betroffen. Vor allem das Berliner Startup Infarm. Dieses Gewächshaus-Startup verschrieb zum Ende letzten Jahres Verluste, infolgedessen 500 Mitarbeiter gekündigt wurden. Im Vergleich zu den Tech-Riesen scheint das natürlich nicht viel zu sein, doch für ein Startup könnte so etwas nicht gut enden. Infarm wird als Einhorn bewertet, also mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar beurteilt. Damit steht es im Vergleich zu kleinen Startups noch verhältnismäßig gut dar. Das Startup Clue hat diese Woche 30 Mitarbeiter gekündigt, etwa ein Viertel der Belegschaft. Daneben entließ das Startup Share Now 50 Mitarbeiter. Auch Grover, Tier Mobility und Forto kündigten aufgrund fehlender Gelder zuletzt Mitarbeiter.

Dies zeigt aber auch, dass die Entlassungswelle hierzulande nicht unrealistisch erscheint. Es wird aber noch keine konkrete Prognose gewagt. Die Situation sei schlechter als zu Beginn der Coronapandemie, so sagt es zumindest Daniel Breitinger vom Digitalbranchenverband Bitkom. Die aktuellen Krisen, die verschiedene Aspekte betreffen, machen die Situation schwer einschätzbar. Mit gestörten Lieferketten, steigenden Energie- und Verbraucherpreisen und all der Ungewissheit bleibt der Verlauf der weiteren Entlassungswelle abzuwarten.

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