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Gesunde Eintöpfe leicht gemacht

Gründer-Geheimnis Löwenanteil: Ernährung und Sport im Einklang dank Eintopf aus dem Glas

Ernährung und Sport funktionieren nur im Einklang. Doch durch den Alltag leidet entweder das eine oder das andere. Die beiden Gründer aus dem heutigen Gründer-Geheimnis kennen das Problem und sind nicht alleine damit. Entweder fehlt die Zeit zum Kochen oder der Sport muss leiden. Damit weder die Zeit für den Sport noch die Qualität des Essens leidet, haben Robin Redelfs und Thomas Kley ihr Business gegründet. Was sie anbieten und wie sie ihren Gründungsweg bestritten haben, erfährst du hier.

Gesunde Ernährung ist und bleibt ein wichtiges Thema. Denn im Alltag ist die gesunde Ernährung wichtig, aber nicht immer leicht umsetzbar. Gerade, wenn der Arbeitstag voll ist und kaum Zeit bleibt, einzukaufen und zu kochen. Noch schwieriger wird es, wenn dann noch Sport auf dem Tagesplan steht. Dann bleibt weniger Zeit, aber die Ernährung ist noch wichtiger. Dennoch wird sie dann eher vernachlässigt.

Thomas Kley und Robin Redelfs sind die Gründer von Löwenanteil und haben sich dem Thema gesunde Ernährung und Sport angenommen. Sie sind beide sportlich aktiv und haben Produkte gesucht, die spezielle Ernährung unterstützen, aber auch nicht ewig lange gekocht werden müssen. Wie sie damit auf Löwenanteil kamen und welche Tipps sie für angehende Gründer haben, hat uns Thomas Kley im Gründer-Geheimnis beantwortet.

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für Löwenanteil?

Als sportbegeisterte und berufstätige Personen war es uns immer wichtig, uns gesund und proteinreich zu ernähren. Allerdings war es schwierig, im Alltag eine einfache und stressfreie Ernährung umzusetzen. Aus diesem Grund begann ich, Thomas, bereits viel mit Eintöpfen zu experimentieren, um meinen eigenen Energiebedarf zu decken. Gemeinsam mit Robin überlegte ich dann, ob wir mit unserer Idee, gesunde Eintöpfe anzubieten, nicht auch anderen Personen helfen könnten, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie wir. Ab da nahmen die Dinge dann ihren Lauf.

Wie lief die Namensfindung ab? Warum habt ihr euch für „Löwenanteil“ entschieden?

Als wir uns Gedanken über den Namen unseres Unternehmens machten, waren Robin und ich uns einig, dass wir die Verbindung mit einem Tier im Namen cool finden. So entstand der Name „Löwenanteil“, der verdeutlichen soll, dass Ernährung einen wesentlichen Anteil an Gesundheit und sportlichem Erfolg hat. Da wir unsere Eintöpfe in großen Portionen anbieten, sorgen wir auch für den „Löwenanteil“ an täglich benötigter Nahrung unserer Kunden.

Wie und wann habt ihr erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Wir hatten von Anfang an die Vorahnung, dass unser Konzept viel Potenzial hat. Im Jahr 2020 haben wir dann tatsächlich gemerkt, dass die Zeichen gut stehen, wir schnell wachsen und viel positives Feedback von unseren Kunden erhalten. Diese Signale haben uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns weiterentwickeln können.

Phase 2 – Planung

Wie habt ihr euch informiert? Wie habt ihr euch bei der Planung unterstützen lassen?

Robin und ich waren bereits thematisch viel in der Startup-Szene unterwegs und kannten durch unseren vorherigen Job auch viele Unternehmen aus der Food-Branche. Intensiv informiert haben wir uns im Vorhinein gar nicht – wir haben einfach unser Konzept geschmiedet, welches wir dann bei einem Produzenten gepitcht haben, den wir begeistern konnten. Die meisten essenziellen Learnings haben wir „unterwegs“ generiert, nicht vorab.

Wie habt ihr den Businessplan für Löwenanteil erstellt?

Anfangs haben wir Businessplänen und langfristigen Prognosen nur wenig Beachtung geschenkt. Stattdessen war es für uns wichtiger, schnell den Proof of Concept zu erbringen und zu zeigen, dass unsere Problemlösung funktioniert und relevant ist. Durch unsere Touchpoints mit der Startup-Szene wussten wir bereits, dass das Marktpotenzial groß war, auch wenn wir uns damals noch nicht mit Größen wie TAM auseinandergesetzt hatten.

Beim Finanzplan konzentrierten wir uns auf die Basics: Wie viel Kapital benötigen wir, um bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Mit einem Startkapital von 30.000 Euro in Form eines F&F-Kredits wussten wir, dass wir den Proof of Concept auf kleiner Ebene erreichen mussten, um eine Seed-Finanzierung von spannenden Investoren zu erhalten. Wir hatten bereits früh entschieden, dass wir als Gründerteam zusammenarbeiten wollten, da wir wussten, dass wir eine feste und eingeschworene Einheit sind, uns jedoch auch gegenseitig herausfordern und uns verbessern können. Aus unserer subjektiven Sicht ist ein Gründerteam aus 2–3 Personen optimal. Es ist wichtig, mit motivierten Menschen zusammenzuarbeiten, denen man zu 100 % vertrauen kann.

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Welche Schritte standen noch an, bis eure Plattform online ging?

Die Produktentwicklung hat uns viel Zeit gekostet – quasi das ganze Jahr 2018. Erst im April 2019 konnten wir endlich online gehen. Die Supply Chain war das nächste große Thema für uns, das uns vor einige Herausforderungen gestellt hat. Aber auch Themen wie Webshop und Marketing waren wichtige Bausteine für den Erfolg unseres Unternehmens. Glücklicherweise fielen uns diese Themen deutlich leichter, da sie besser mit unseren eigenen Fähigkeiten korrelierten.

Welche größeren oder kleineren Hindernisse standen euch noch im Weg, die den Prozess (vielleicht) erschwerten?

Die größte Herausforderung war immer wieder die Supply Chain, da wir von 2019 bis 2022 ständig mit einer höheren Nachfrage als Angebot konfrontiert waren. Gewissermaßen ein Luxusproblem, das allerdings zu einem echten Dilemma wird, sobald man damit konfrontiert ist, und das wir erst 2022 vollständig lösen konnten.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Gesunde Ernährung ist ein universell relevantes Thema, das besonders in schnelllebigen Zeiten und einem zunehmend stressigen Alltag an Bedeutung gewinnt. In diesem Zusammenhang ist die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Convenience-Food-Optionen größer denn je. Wir glauben, dass die Branche erst an der Oberfläche kratzt und es viele verschiedene Ansätze gibt, um diese Herausforderungen anzugehen.

Welche Vorteile bietet ein Online-Business für euch als Gründer?

Ein Online-Business lässt sich sehr gut skalieren, da es keine physischen Einschränkungen gibt. So können wir potenziell Tausende von Kunden gleichzeitig bedienen, ohne unsere Kapazitätsgrenzen zu erreichen. Außerdem haben wir einen direkten Kontakt zu unseren Kunden, was bedeutet, dass wir schneller auf Veränderungen im Markt reagieren und das Geschäft entsprechend anpassen können. Als Online-Business sind wir weniger abhängig von externen Faktoren und dadurch deutlich flexibler. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz ein Business aufzubauen und Dinge auszutesten, bevor größere Investitionen getätigt werden.

Beim Gründen läuft nicht immer alles glatt: Welche Fehler habt ihr mit Löwenanteil gemacht?

Bestimmt viele. Es wurden einige Verträge unterschrieben, die im Vorfeld zu wenig von uns gechallenged wurden. Rückblickend sehe ich auch im Recruiting-Prozess Verbesserungspotenzial: Da wir beide eine enorme Hands-on-Mentalität haben, haben wir zu lange alles zu nur zu zweit gemacht und zu spät gute Leute eingestellt.

Phase 4 – Wachstum

Welche Meilensteine habt ihr mit Löwenanteil schon erreicht?

Im Jahr 2022 haben wir erstmals 8-stellige Umsätze erreicht und konnten insgesamt mehr als 250.000 Kunden gewinnen. Unser Ziel ist es, im Jahr 2023 Umsätze in Höhe von 30 Millionen Euro zu erzielen.

Was macht Löwenanteil so besonders?

Wir bieten eine einzigartige Lösung für das Problem der gesunden und proteinreichen Ernährung im stressigen Alltag. Wir bieten die bestmögliche Alternative zum Selberkochen und sind damit die Vorreiter im Bereich Convenience Food. Unsere Bio-Gerichte zeichnen sich durch höchste Qualität, ausgewogene Mengen und Bequemlichkeit in der Zubereitung aus.

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher genutzt?

Unsere Erfahrung zeigt, dass es einige Marketing-Kanäle gibt, die besonders gut funktionieren und uns dabei geholfen haben, unsere Zielgruppe zu erreichen: Social Ads auf Plattformen wie Meta und YouTube haben sich als äußerst effektiv erwiesen ebenso wie Influencer-Marketing, das uns eine breitere Reichweite und eine größere Sichtbarkeit verschafft hat. Darüber hinaus haben wir auch auf Instagram eine starke Präsenz aufgebaut und konnten so unsere Community weiter ausbauen. Auch E-Mail-Marketing hat sich als erfolgreicher Kanal erwiesen, um unsere Kund:innen direkt anzusprechen und über unsere Produkte und Angebote zu informieren.

Welche geheimen Tipps könnt ihr angehenden Gründern geben?

Unsere Erfahrung als Gründer hat uns gelehrt, dass es einige wichtige Fragen gibt, die man sich immer wieder stellen sollte, um das Geschäft voranzutreiben: Warum kaufen die Kunden nicht? Was sind die Gründe dafür, dass sie nicht wiederkommen? Und vor allem: Was können wir jetzt tun, um besser zu werden und unser Angebot zu optimieren? Reflektiert viel, lernt ständig dazu und fordert euch selbst heraus, kritische Fragen zu stellen. Vergleicht euch nicht zu sehr mit anderen, sondern betrachtet eure Fortschritte im Vergleich zu euren eigenen früheren Leistungen. Es ist auch wichtig, mit anderen Gründern zu sprechen, die bereits weiter sind als ihr, und ihre Erfahrungen zu nutzen, um von ihnen zu lernen. Viele haben ähnliche schwierige Phasen durchgemacht und wissen, wie es ist, in eurer Situation zu sein.

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