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Nach durchwachsenem Jahr 2022

Netflix-Chef Reed Hastings zieht sich aus Vorstand zurück

Über 20 Jahre war Reed Hastings im Vorstand des Streaming-Dienstleisters Netflix. Der Gründer zieht sich nun nach einem sehr turbulenten Jahr 2022 zurück, wird wohl aber weiterhin eine Rolle im Hintergrund haben.

Netflix-Gründer Reed Hastings hat angekündigt, sich aus dem Vorstand zurückzuziehen. Das Unternehmen teilte am 19. Januar 2023 nach US-Börsenschluss mit, dass der 62-Jährige künftig in den Hintergrund treten werde. Nach über zwei Jahrzehnten wird der Netflix-Chef aus der zweiköpfigen Vorstandsspitze ausscheiden.

Netflix-Chef: Rücktritt nach gutem Schlussquartal, aber enttäuschendem Jahr

Seit 2020 hatte Netflix-Chef Hastings das Unternehmen gemeinsam mit Ted Sarandos geleitet. Als Nachfolger hat der Streamingdienst Greg Peters ernannt, der bisher das Tagesgeschäft verantwortete. Hastings erklärte, dass er das Management in den letzten zweieinhalb Jahren ohnehin schon immer mehr Sarandos und Peters überlassen habe. Nun tritt er in den Hintergrund, wird aber wohl als geschäftsführender Verwaltungsratsvorsitzender weiterhin großen Einfluss auf seine Firma haben. Hastings selbst schrieb zu seiner Entscheidung im Firmenblog „Selbst Gründer müssen sich weiterentwickeln.“

Reed Hastings Rückzug folgt auf ein überwiegend enttäuschendes vergangenes Jahr. „2022 war ein schwieriges Jahr mit einem holprigen Start, aber einem glänzenderen Abschluss“, hieß es im Geschäftsbericht von Netflix. In den letzten drei Monaten gewann der Streamingdienst 7,66 Millionen neue Kunden dazu – Experten prognostizierten lediglich 4,5 Millionen. Mitverantwortlich für das Hoch zum Jahresende waren dem Vernehmen nach die Doku „Harry & Meghan“, die Serie „Wednesday“ sowie die Filme „Troll“ und „Glass Onion“.

Wer ist Reed Hastings?

Netflix-Chef Reed Hastings wurde 1960 in Boston, USA, geboren. Mit seinem Softwareunternehmen Pure Atria übernahm er Mitte der 1990er Jahre die Integrity QA, deren CEO Marc Randolph war. Gemeinsam gründeten sie 1997 Netflix als Online-Videothek. Das Streaming-Angebot integrierten sie rund zehn Jahre später. Mit den Lizenzen für diverse Filme und Serien wurde Netflix immer gefragter. Im Zuge der Corona-Pandemie schossen die Zahlen regelrecht in die Höhe. Doch durch die hohe Inflation in jüngerer Vergangenheit und finanzstarke Wettbewerber wie Disney+ oder Amazon hatte Netflix in den letzten Monaten stark zu kämpfen. Das überraschend gute Abschlussquartal 2022 wirkte sich auch an der Börse positiv aus: Knapp 18 Prozent legte die Netflix-Aktie zwischen Oktober und Dezember des vergangenen Jahres zu.

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