Das kannst du jetzt tun

Aktuelle Inflation Deutschland: (K)ein Ende in Sicht?

Experten wagen die vorsichtige Prognose, dass ein Höhepunkt der Teuerung in Deutschland in Sicht sei. Dafür sprechen zumindest aktuelle Daten. Obwohl es somit Anzeichen für eine Besserung gibt, sollten wir uns trotzdem nicht auf ein Abflauen der Inflation im nächsten Jahr verlassen. In diesem Artikel erfährst du alles rund um die neuen Erkenntnisse und wie du dich dennoch gegen mögliche Sprünge der Inflationszahlen absichern kannst.

Die aktuelle Inflation in Deutschland liegt momentan bei 10,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 1951. Die Preise für Vorprodukte wie Rohstoffe und Industrieerzeugnisse steigen seit der Corona-Pandemie. Das Gleiche gilt für den Großteil der Artikel des täglichen Bedarfs. Die Beratungsfirma EY hat dazu kürzlich eine Studie veröffentlicht, die zu der Erkenntnis geführt hat, dass jeder zweite Konsument vor hat, nur noch das Nötigste kaufen zu wollen.

Grund zur Erleichterung könnte aber jetzt sein, dass die Erzeugerpreise im Oktober erstmals seit 2020 nicht weiter angestiegen sind. Im Vergleich zum September sind sie laut dem Statistischen Bundesamt sogar um 4,2 Prozent gesunken.

Wird die aktuelle Inflation in Deutschland somit abflauen?

Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg ist hoffnungsvoll, was die aktuelle Inflation in Deutschland angeht. So gebe es “vielleicht das erste Signal eines gewissen, konjunkturbedingten Nachlassens des Preisdrucks.“

Die Entwicklung bei den Großhandelspreisen gibt ebenfalls Grund zum Hoffen. Sie sind im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent abgesunken. Der Grund dafür liegt – dem Statistischen Bundesamt nach – in den um rund fünf Prozent billiger gewordenen Mineralölerzeugnissen.

Trotz der Hoffnungsschimmer sollten die Erwartungen allerdings niedrig gehalten werden. Das zunächst aufgrund der Verzögerungen. Die staatlichen Hilfen, insbesondere die Gas- und Strompreisbremse, werden erst 2023 anfangen, merkbar zu wirken. Weiterhin ist anzuführen, dass die Situation an den Energiemärkten nach wie vor unsicher ist. Besonders ist dabei an die erneute Befüllung der Gasspeicher im kommenden Jahr zu denken.

Darüber hinaus hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf verständigt, ein Lohnplus von 8,5 Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten zu realisieren. Deswegen sieht Ralph Solveen von der Commerzbank die Herausforderungen mit der Inflation noch nicht als überwunden an: ,,Denn mit dem stärkeren Lohnanstieg stehen die Unternehmen vor einem weiteren Kostenschub, den sie zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben werden“.

Blanchard hingegen prognostiziert eine Inflation von 3 Prozent

Unter den Experten gibt es gleichzeitig weitaus optimistischere Ansichten. Eine solche vertritt der Wirtschaftswissenschaftler Olivier Blanchard. Er ist der Meinung, dass die aktuelle, starke Inflation in Deutschland ,,eine Sache von zwei Jahren“ sein werde. So soll die Inflationsrate bis Ende 2023 zurückgehen und bei 2,5 bis 3 Prozent liegen. Diese Prognose liegt nah an der von der EZB angestrebten jährlichen Inflationsrate von 2 Prozent.

Weitere Staatsausgaben hält Blanchard für richtig, um die Menschen in diesen Krisenzeiten zu unterstützen. So treten in Deutschland die Gas- und Strompreisbremse Anfang nächsten Jahres in Kraft.

Wie wird die EZB weiter vorgehen?

Die Mitglieder der EZB sind sich nicht einig, wie aggressiv die EZB in der nächsten Dezember-Zinssitzung vorgehen soll.

Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann ist der Ansicht, eine weitere Jumbo-Zinserhöhung sei nötig. Sie “würde ein starkes Signal unserer Entschlossenheit geben“, äußerte sich Holzmann gegenüber der Financial Times. Joachim Nagel teilt diese Meinung. Bereits Anfang November setzte sich Nagel für weitere Zinserhöhungen ein.

Der Chefsvolkswirt der EZB, Philip Lane, empfindet hingegen eine weitere Jumbo-Zinserhöhung um 75 Basispunkte als nicht erforderlich. Das teilte Lane in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Market News mit.

Das können wir gegen die aktuelle Inflation in Deutschland machen

Wie wir sehen, glauben viele Experten, dass uns die hohen Inflationszahlen in absehbarer Zeit auch weiterhin begleiten werden. Ökonomen rechnen zudem damit, dass eine ,,leichte“ Rezession im Winter auf uns zu kommt. Ob die Rezession wirklich nur leicht wird, bleibt abzuwarten. Doch was jetzt? Wir können zwar nicht beeinflussen, ob sich die aktuelle Inflation in Deutschland verbessert oder verschlechtert. Doch können wir uns weitere Einkommensquellen aufbauen, um uns ein finanzielles Polster anzulegen. Ein solches Polster bietet das Affiliate Marketing Business.

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Über den Autor

Autorenprofil: Selim Esmen

Selim Esmen

Affiliate Marketing, Dropshipping oder die neuesten Anlage-Trends – in den Texten von Selim erfahren unsere Leser, wie sie ein Nebeneinkommen aufbauen oder ihr Erspartes vermehren können. Dafür beschäftigt er sich täglich mit den aktuellen Geschehnissen aus der Wirtschaft. Seine Expertise umfasst dabei auch alles rund um Aktien und Kryptowährungen. Der gebürtige Bonner ist insbesondere engagiert, sein Wissen über das dezentrale Finanzwesen und die dahinterliegende Blockchain-Technologie auszubauen. Sein größter Anspruch: Selbst die schwierigsten Finanzthemen für unsere Leser leicht verständlich aufzubereiten.
Bei Gründer.de an Bord ist Selim seit Oktober 2022. Zuvor studierte er Media and Marketing Management (B.A.) an der Rheinischen Fachhochschule in Köln.

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