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Ohne ein Minimum an Eigenkapital wird es schwer

Franchise-Finanzierung: Gründen ohne Eigenkapital?

Wer ein Unternehmen gründen will braucht vor allem Eines: Kapital. Das gilt selbst dann, wenn man sich mit einem Franchise-Unternehmen selbstständig machen will. Und nicht nur das! Beim Franchising ist es typischerweise so, dass der Franchisenehmer monatliche Gebühren an den Franchisegeber entrichten muss. Existenzgründer sollten sich daher frühzeitig über die Finanzierung ihres Franchise-Vorhabens informieren. Wir geben dir einen Einblick in die Thematik!

Du hast lange überlegt, intensiv recherchiert und endlich deine Entscheidung getroffen. Das passende Franchise-System für dein Gründungsvorhaben ist gefunden! Aber eine Hürde gilt es noch zu überwinden: Die Franchise-Finanzierung! Aber keine Sorge – wir nehmen dich an die Hand und helfen dir bei den folgenden Fragen auf die Sprünge:

  • Welche Bank vergibt Kredite für Franchise-Existenzgründer?
  • Wie teuer ist ein Franchise-Unternehmen?
  • Wieviel Geld braucht man für ein Franchise?
  • Was kostet eine Franchise-Gründung?
  • Kann man ein Franchise ohne Eigenkapital gründen?

Franchise-Finanzierung: Kosten & Gebühren

Die Aufnahme in ein etabliertes Franchisesystem hängt vor allem davon ab, ob du über ausreichende finanzielle Mittel verfügst. Formale Qualifikationen sind oft weniger entscheidend – wichtiger sind Eigenkapital, Bonität und Motivation. Die benötigte Summe für die Finanzierung eines Franchise variiert je nach System und Branche. Laut einer Studie des Deutschen Franchiseverbands beträgt die durchschnittliche Gesamtinvestition in Deutschland 2024 etwa 85.000 Euro. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, die für fast alle Systeme gelten:

1. Investition und Gründungskosten

Wie bei jeder Unternehmensgründung entstehen auch beim Einstieg ins Franchise Kosten für Beratung, Notar, behördliche Genehmigungen sowie für Einrichtung und Ausstattung. Ein Beispiel aus der Gastronomie: Für ein Gastronomie-Franchise wie BackWerk liegt die erforderliche Gesamtinvestition je nach Standort und Filialgröße zwischen 60.000 und 400.000 Euro. Franchise-Interessierte sollten dafür über ein Eigenkapital von mindestens 50.000 Euro verfügen.

Im Fitnessbereich zeigt das Beispiel Mrs.Sporty, dass der Einstieg auch mit geringerer Kapitalbasis möglich ist. Die Gesamtinvestition beginnt hier bei rund 63.900 Euro – können jedoch deutlich höher ausfallen. Dabei sind mindestens 10.000 Euro Eigenkapital erforderlich. Da viele Franchisegeber ein einheitliches Markenbild verlangen – etwa bei Ladenbau, Einrichtung oder Marketingmaßnahmen – sind individuelle Einsparmöglichkeiten oft begrenzt.

Ein hilfreiches Recherchewerkzeug bieten Franchise-Vergleichsportale oder auch der deutsche Franchiseverband, auf denen sich Systeme nach Branche, Investitionshöhe und Anforderungen filtern lassen.

Viele Franchisegeber und Plattformen wie FranchisePORTAL oder unternehmer-gesucht.com bieten detaillierte Übersichten zu Investitionssummen, Gebühren und Eigenkapitalanforderungen. Hier kannst du nach Branche, System und Eigenkapital filtern und passende Angebote vergleichen.

Einige Franchise-Systeme bieten schlüsselfertige Betriebe („Turnkey-Lösung“) an, bei denen du gegen einen Festpreis ein komplett eingerichtetes Geschäft übernimmst. Das spart Zeit und Planungskosten. Achte jedoch auf ein transparentes Preis-Leistungs-Verhältnis, laufende Gebühren und Vertragslaufzeiten. Tipp: Vergleiche Angebote und hole Erfahrungsberichte von anderen Franchisenehmern ein – auf Plattformen wie FranchisePORTAL findest du geprüfte Bewertungen.

2. Finanzielle Reserven für die Anlaufphase

Auch als Franchisenehmer solltest du nicht davon ausgehen, dass dein Geschäft sofort hohe Umsätze erzielt. In der Anlaufphase (meist 3–12 Monate) musst du finanzielle Reserven für Miete, Strom, Personal, Marketing und Wareneinkauf einplanen. Experten empfehlen, mindestens 3 bis 6 Monatsgehälter und Fixkosten als Reserve zurückzulegen. Nutze Erfahrungsberichte und Kalkulationstools, die viele Franchise-Plattformen anbieten, und tausche dich in Foren oder der Franchise-Community aus.

Tipp: Der Franchise Klima Index (FKI) gibt regelmäßig Auskunft über aktuelle Marktentwicklungen und Umsatzprognosen.

3. Eintrittsgebühr

Beim Einstieg in ein Franchisesystem wird in der Regel eine einmalige Eintrittsgebühr fällig – für die Nutzung von Marke, Geschäftskonzept und Know-how. In Deutschland liegt diese meist zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Bei bekannten Marken wie McDonald’s kann sie aber auch deutlich höher ausfallen (rund 46.000 Euro).

Faustregel: Je bekannter und strukturierter das System, desto höher die Einstiegskosten. Zusätzlich werden in den meisten Fällen monatliche Lizenzgebühren fällig.

4. Monatliche Kosten und Gebühren

Die monatlichen Kosten und Gebühren unterscheiden sich je nach Franchise-System, Branche und Vertragsdetails. Neben der einmaligen Eintrittsgebühr wird meist eine monatliche Franchise-Gebühr (oft 5–10 % vom Umsatz) erhoben. Zusätzlich können folgende Kosten anfallen:

  • Werbe- und Marketinggebühren (oft 1–3 % vom Umsatz)
  • IT- und Supportgebühren
  • Pflichtabnahmen von Waren oder Dienstleistungen

Informiere dich vor Vertragsabschluss über alle Gebührenarten und vergleiche verschiedene Systeme mit Hilfe von Vergleichstabellen oder Tools wie dem FranchiseKOMPARATOR.

Franchise-Finanzierung mit Eigenkapital

Die Gesamtkosten für den Einstieg in ein Franchisesystem lassen sich nicht pauschal angeben, da sie stark von System, Branche und Standort abhängen. In der Praxis bewegen sich die Investitions- und Anlaufkosten häufig zwischen 20.000 und 150.000 Euro. Bei etablierten Marken oder im Gastronomiebereich können sie deutlich höher ausfallen. Zusätzlich sind mit laufenden Gebühren (z. B. Lizenz- und Marketingabgaben) sowie betrieblichen Nebenkosten zu rechnen.

Im Vergleich zur klassischen Einzelgründung liegen die Gesamtkosten oft höher – vor allem, weil Franchisenehmer für den Zugang zu einer etablierten Marke, systematische Unterstützung und erprobte Geschäftsprozesse zahlen.

Niemand erwartet, dass diese Investitionen vollständig aus Eigenkapital gestemmt werden. In Deutschland wird empfohlen, mindestens 15–20 % der Gesamtsumme als Eigenkapital einzubringen. Einige Franchisegeber geben hier auch einen Mindestbetrag vor. Der restliche Finanzierungsbedarf wird in der Regel durch Bankkredite, KfW-Förderdarlehen oder Bürgschaften gedeckt.

Viele Franchisegeber bieten außerdem Unterstützung bei der Businessplan-Erstellung und der Vorbereitung auf Bankgespräche. Ergänzend stehen Plattformen wie der Deutsche Franchiseverband mit Informationen und Beratungsangeboten zur Verfügung.

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Franchise-Finanzierung ohne Eigenkapital

Eine Franchise-Gründung ohne Eigenkapital ist aufgrund der hohen Investitionssumme und der Anforderungen der meisten Franchisegeber kaum möglich. Eine vollständige Fremdfinanzierung wird nicht empfohlen, da sie das Risiko einer Überschuldung erhöht und Banken meist einen Eigenkapitalanteil verlangen. Üblich sind mindestens 15–20 % Eigenkapital, um überhaupt eine Lizenz zu erhalten.

Tipp: Informiere dich über regionale Förderprogramme, Investorenmodelle oder Mikrokredite als Ergänzung.

Fremdkapital zur Finanzierung einer Franchise-Gründung

Doch woher kommt das benötigte Kapital für die Franchise-Gründung? Neben Eigenkapital stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung offen – hier ein Überblick:

  • Freunde und Familie: Oftmals findet man Geldgeber auch im Freundes- und Bekanntenkreis. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Allerdings stehen bei Misslingen des Vorhabens persönliche Beziehungen auf dem Spiel.
  • Bankdarlehen: Ein Bankdarlehen ist bei einer Franchise-Gründung oft leicht zu bekommen. Immerhin hat sich die Geschäftsidee bereits am Markt bewiesen. Somit ist das Risiko eines Zahlungsausfalls verhältnismäßig gering. Allerdings achtet die Bank bei der Kreditprüfung auf andere Merkmale wie die Eignung des Gründers und des Standortes. Zudem ist ein detaillierter Businessplan weiterhin Voraussetzung für eine erfolgreiche Franchise-Finanzierung.
  • Bürgschaftsbanken der Länder: Bürgschaftsbanken haben den Auftrag, Unternehmern den Zugang zu Krediten zu erleichtern, sogar dann wenn es an ausreichenden Sicherheiten mangelt. Auch hier muss jedoch ein stimmiges Geschäftskonzept vorgewiesen werden.
  • KfW-Förderbank: Bei der KfW-Förderbank können Gründer vergünstigte Darlehen mit einer 80-prozentigen Haftungsfreistellung der Hausbank beantragen. Die KfW bietet den ERP-Gründerkredit an. Dieser bietet in der Variante Startgeld ein Darlehen in Höhe von bis zu 100.000 Euro. 

Fazit: Die Mischung macht’s

Die Finanzierung eines Franchises ist so individuell wie das System selbst. Je nach Branche, Konzept und Standort können die Gesamtinvestitionen stark variieren – grob sollte man mit einem niedrigen bis mittleren fünfstelligen Betrag rechnen, in manchen Fällen auch deutlich mehr.

Ein gewisser Anteil an Eigenkapital ist in der Regel erforderlich, wobei die genaue Höhe vom jeweiligen Franchisesystem abhängt. Ergänzend kommen klassische Finanzierungsmöglichkeiten wie Bankdarlehen, Förderkredite oder Bürgschaften infrage. Oft unterstützen Franchisegeber ihre Partner aktiv bei der Planung und Finanzierung des Einstiegs.

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Häufige Fragen (FAQ) zur Franchise-Finanzierung

Wie teuer ist ein Franchise-Unternehmen?

Für die Finanzierung eines Franchise solltest du mit einer Gesamtinvestition von 20.000 und deutlich mehr rechnen. On top kommen laufende Gebühren.

Wieviel Geld braucht man für ein Franchise?

Für die Finanzierung eines Franchise solltest du mit einer Gesamtinvestition zwischen 20.000 und 150.000 Euro – laufende Franchisegebühren nicht mit einberechnet, kalkulieren. mindesten 15 Prozent sollte man davon in Form von Eigenkapital aufbringen können.

Kann man ein Franchise ohne Eigenkapital gründen?

Eine Franchise ohne Eigenkapital ist auf Grund der hohen Investitionssumme zur Finanzierung der Gründung kaum möglich. Oftmals sind bereits 15 bis 20 Prozent Eigenkapital Voraussetzung dafür, dass man überhaupt eine Franchise-Lizenz erhält.

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