Ehrliche Antworten vonnöten

Die 10 wichtigsten Fragen vor einer Gründung

Nicht jeder Mensch ist dafür geeignet, sein eigener Chef zu sein. Und selbst diejenigen, die es prinzipiell sind, bringen manchmal nicht genügend andere Qualitäten mit. Obendrein muss dir klar sein, dass der Alltag eines Selbstständigen ziemlich hart und aufreibend sein kann – dauerhaft, selbst wenn es in der Gründungsphase besonders heftig ist. Bevor du deine Idee in die Tat umsetzt, solltest du dir deshalb unbedingt einige Fragen stellen – und vor allem so ehrlich und objektiv wie nur möglich beantworten.

1. Hat meine Idee wirklich Potenzial?

Kennst du den Juicero? Das war vor einigen Jahren eine Idee, die Investoren jubeln ließ. Eine Art digitale Saftpresse, die mit vom Hersteller zu abonnierenden Beuteln mit Konzentrat befüllt wurde. Eine Idee, die wirklich so aussah, als habe sie gigantisches Potenzial…

Nun, bis verschiedene User feststellten, dass man die Konzentratbeutel auch ohne die knapp 800 Dollar teure Presse problemlos entleeren konnte. Der Rest ist buchstäblich die Geschichte eines der größten Fails der jüngeren Gründer-Epoche. Was hinter dieser Story steckt, ist der Kern einer Frage, die du dir unbedingt stellen solltest: Hat das, worum du dein gesamtes Gründer-Konstrukt aufbaust, wirklich das Potenzial, genügend Kunden zu begeistern? Hat es keine Fallstricke, gibt es keine Konkurrenten, die du nicht überwinden kannst?

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Der Hintergrund ist folgender: Als angehender Gründer wirst du höchstwahrscheinlich von deiner Idee sehr begeistert sein. Bloß verzerrt Begeisterung oft den Blick auf die Realität. Du könntest also versucht sein, abzusehende Probleme als geringer einzuschätzen, als sie es tatsächlich sind. Der einzige Weg zu nüchterner Klarheit ist das Erstellen einer umfassenden, ehrlichen Marktanalyse. Aber du musst bereit sein, deren Ergebnisse zu akzeptieren. Das heißt, entweder an deiner Idee nachzubessern oder nochmal ans Reißbrett zurückzukehren.

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2. Besitze ich genügend Selbstdisziplin?

Als Angestellter bekommst du von einem Vorgesetzten zumindest Ziele vorgegeben. Oft sogar den detaillierteren Arbeitsweg dorthin. Du musst also nichts weiter tun als deiner Arbeitsleistung innerhalb dieses Rahmens freien Lauf zu lassen. Dies sorgt nicht nur dafür, dass du dich auf deine eigentliche Arbeit fokussieren kannst, sondern hat den Nebeneffekt, dass du automatisch genügend Disziplin erweckst, um das Ziel zu erreichen – sonst wäre schlimmstenfalls dein Job in Gefahr.

Gänzlich anders ist es, wenn du ein Unternehmen gründest. Dann stehst du allein an dessen Spitze. Du bist der Vorgesetzte, zumindest dir selbst gegenüber, selbst wenn du (noch) keine Angestellten hast. Es gibt höchstens Investoren, die dir Druck machen könnten, aber solange diese ihr Geld bekommen, sind ihnen sämtliche darunter stehenden Details meist gleichgültig.

Das bedeutet: Du brauchst die Disziplin. Du musst dich jeden Tag zur Arbeit antreiben, musst sehr viele verschiedene Gebiete mit derselben Leidenschaft und Präzision behandeln. Just darin liegt die Krux. Denn als Gründer wirst du definitiv nicht nur Dinge tun können, die dir Spaß machen. Du musst dich mit Amtsformularen herumplagen, musst verschiedenste Personen überzeugen. Oft wird es dir sogar so vorkommen, als fänden die Dinge, wegen denen du dich selbstständig gemacht hast, gar keinen Raum.

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Im Klartext bedeutet das, dass du dich fragen musst, ob du wirklich „beißen“ kannst. Ob es dir gelingt, dich auch für die unschönen Arbeiten der Selbstständigkeit genug zu motivieren. Um den einzigen wissenschaftlich-seriösen Test in diesem Metier durchzuführen, bist du schon zu alt – der sogenannte Marshmallow-Test wird nur an Kindern durchgeführt.

Diese Frage ist deshalb schwierig zu beantworten. Du musst in dich hineinhorchen, deine Vergangenheit analysieren. Und in keinem Fall schadet es, dich mit Literatur und vielleicht sogar Kursen in dieser Hinsicht weiterzubilden. Denn Selbstdisziplin kann man lernen.

3. Habe ich mich hinreichend über das Thema Absicherung informiert?

Der Schritt in die Selbstständigkeit bedeutet in vielen Konstellationen, dass du die Ränder des staatlichen Sicherheitsnetzes verlässt, das unter Angestellten aufgespannt ist. Primär betrifft dies die Krankenversicherung. Warst du vor der Selbstständigkeit gesetzlich versichert, hast du als Selbstständiger automatisch die Wahl, ob du in der GKV bleiben willst oder als Privatversicherter zur PKV wechseln willst. Letzteres kann einige starke Vorteile ins Feld führen, weil es eine große Tarif-Bandbreite gibt, wodurch Leistungen oft günstiger und oder umfassender sein können als in der GKV. Dennoch musst du hier für dich persönlich rechnen und vergleichen.

Allerdings geht „Absicherung“ noch viel weiter. Es betrifft verschiedene Versicherungen, die für dich und dein Business entweder vorgeschrieben oder zumindest sinnvoll sind und macht auch vor dem Thema Altersabsicherung nicht Halt – abermals hast du wahrscheinlich die Wahl, freiwillig gesetzlich einzuzahlen oder deinen eigenen Weg zu gehen.

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Das Thema Vorsorge ist sehr umfangreich. Und es geht um richtig viel Geld. Du solltest dich deshalb nicht nur auf Ratgeber verlassen, sondern mit anderen Gründern sprechen und dich fachlich beraten lassen. Sprich dazu auch deine zuständige IHK oder HWK an, oftmals haben diese umfassende Informationen. Nur führe all das vor deiner Gründung durch. Wenn das Business erst mal losgeht, hast du kaum noch Zeit, dir darum Gedanken zu machen.

4. Kann ich die Standortfrage korrekt beantworten?

Wenn dein Geschäft vollkommen digital ist und gar keine relevante Schnittmenge zur analogen Welt besitzt, kannst du dieses Kapitel überspringen. Doch schon, wenn es nur darum geht, dass Kunden dich regelmäßig besuchen werden, musst du die Standortfrage stellen. Neben einer allgemein geographischen und verkehrstechnisch vorteilhaften Lage musst du dabei weitere Punkte abklären. Beispielsweise:

  • Wie ist es um die Gewerbesteuern bestellt?
  • Gibt es in der Region genügend Manpower, falls du Angestellte benötigst?
  • Können deine Besucher dich komfortabel erreichen (Stichwort Parkplätze)?
  • Falls es nötig ist: Wird genügend Laufkundschaft ihren Weg zu dir finden?
  • Sind deine Räume repräsentativ genug?
  • Bieten Sie genügend Wachstumspotenzial?

Tatsächlich solltest du dich sogar fragen, ob es überhaupt Deutschland sein muss – je nach Art deines Business und der Zielgruppe können andere Länder sogar besser und/oder günstiger sein.

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Um all diese Fragen korrekt zu beantworten, wirst du abermals nicht um eine detaillierte Analyse herumkommen. Diesmal die Standortanalyse. Hierzu gibt es unter anderem simple IHK-Tools, die du nutzen kannst. Doch abermals gilt: Sei unbedingt bedingungslos objektiv.

5. Genügt mein Startkapital selbst unter ungünstigen Umständen?

Als Gründer wirst du keinen Gewinn machen. Das ist ein unangenehmer Fakt. Für mindestens mehrere Monate wirst du erst einmal viele Euros in dein Unternehmen stecken und all deine Arbeitskraft dafür aufwenden, dass du möglichst rasch den Break-Even-Point erreichst und überschreitest.

Das bedeutet, selbst wenn dein Unternehmen relativ günstig aufzuziehen ist, musst du sicherstellen, dass du genügend Mittel hast, um a) den Betrieb selbst bei geringen Einnahmen aufrecht zu erhalten, b) die ganzen sonstigen Kostenpunkte bestreiten zu können und c) genug zum Leben zu haben.

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Wie viel Kapital du benötigst, kannst nur du beantworten. Gegen eine Pauschalaussage sprechen hier zu viele Faktoren. Es gibt neben der goldenen Regel „Man kann nie genug Startkapital haben“ nur einen Näherungswert:

Dein Startkapital sollte genügen, um das Anderthalbfache des bis zur Gewinnschwelle errechneten Zeitraums zu überbrücken.

Deine Businessplan-Berechnung besagt beispielsweise, dass du nach einem Jahr den ersten Gewinn machst? Dann solltest du mindestens genügend Mittel für anderthalb Jahre haben. Übrigens empfehlen sich solche Reserven generell. Ein guter Geschäftsführer hat immer genug „auf der hohen Kante“, um wenigstens einen Monat komplett ohne Einnahmen überstehen zu können – bedenke immer, dass du einmal längere Zeit durch Krankheit ausfallen könntest. Ohne Angestellte ruht dann dein Geschäft komplett.

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6. Habe ich die nötige Nervenstärke für den Umgang mit den Ämtern?

Der berühmte „Ritt auf dem Amtsschimmel“ ist in Deutschland weit mehr als nur eine Metapher. Tatsächlich könnte man ohne Boshaftigkeit behaupten, dass Deutschlands Administration in mancherlei Hinsicht regelrecht gründerfeindlich wirkt – das gilt nicht nur fürs Finanzamt.

Noch vor dem offiziellen Eröffnungstermin wirst du deshalb mit mehreren Ämtern und Beamten und öffentlichen Angestellten in Kontakt kommen. Du wirst zahllose Formulare ausfüllen müssen, wirst rechnen und gegenrechnen müssen – und immer wieder wird man dich ohne Rücksicht auf die Geschäftssituation auffordern, deinen Steuerpflichten nachzukommen.

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Egal, mit welchem anderen Selbstständigen du sprichst, wohl kaum einer wird voll des Lobes über die diesbezügliche Lage sein. Stelle dir deshalb die Frage, ob du nicht nur die nötigen Nerven (und Kenntnisse) besitzt, sondern obendrein die Ruhe bewahren kannst, wenn du in irgendeinem Amt stehst, und das Gefühl hast, du solltest den berühmten „Passierschein A38“ vorlegen. Die Ämter werden fast immer am längeren Hebel sitzen. Du musst deshalb lernen, das Unvermeidliche zu akzeptieren und in seinem Sinne zu handeln – denn das ist immer auch im Sinne deines Geschäfts.

7. Genügen meine betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse?

Einmal angenommen, du möchtest ein Café eröffnen. Klar, dass du dann zuallererst ein guter Gastwirt, Barista und Konditor sein musst. Allerdings wirst du ebenso zahlreiche Gesetze beachten müssen. Und du musst natürlich anständig wirtschaften, damit dein Geschäft möglichst rasch und dauerhaft ordentliche Umsätze erzielt.

Aber: Das alles kannst du nur gestalten, wenn du von Beginn deiner Gründung an ein echter Experte in diesbezüglichen Rechtsfragen und beim Thema Betriebswirtschaft bist. Das, was du in der Schule gelernt hast, genügt definitiv nicht. Selbst wenn du entsprechend studiert hast, kann es sein, dass dein Wissen nicht spezifisch genug ist. Das heißt, gehe besser davon aus, dass du in jedem Fall einen gewissen Nachholbedarf hast. Und: Ein guter Steuerberater kann dich zwar sehr gut unterstützen. Er kostet jedoch ebenso gutes Geld und kann nur dann ordentlich arbeiten, wenn er von dir saubere Zahlen und Unterlagen bekommt.

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Solange du kein Freiberufler oder Landwirt bist, musst du als Gründer entweder ein Mitglied deiner zuständigen IHK oder HWK sein – je nach genauer Art deines Business. Das ist Pflicht. Allerdings empfehlen wir dir genau deshalb, das Maximum aus dieser Pflicht und ihren Mitgliedsbeiträgen herauszuholen.

Diese Kammern sind dafür da, um es dir als Selbstständigem leichter zu machen. Sie haben nicht nur sehr viel themenrelevantes Wissen, sondern geben es sehr freimütig heraus. Werde deshalb rasch zum Dauergast auf der Website deiner Kammer. Sowohl, um dortige Infotexte zu konsultieren als auch, um Termine für Informationsabende, Kurse und dergleichen nicht zu versäumen. Nimm alles mit, zu viel Wissen gibt es für einen Gründer nicht.

8. Bin ich bereit, auf das Sicherheitsnetz des Angestelltendaseins zu verzichten?

Die bisherigen Fragen in diesem Artikel waren allesamt von einer eher nüchternen Natur geprägt. Mit dieser beginnt jedoch ein anderer Charakter, der bis zum Ende dieses Textes beibehalten wird. Fragen, die eher emotional sind und bei denen deshalb ein noch größeres Risiko besteht, sie zu subjektiv zu beantworten.

Die erste ist die Frage, wie du die künftige Abwesenheit sämtlicher Absicherungen, die man als Angestellter genießt, vertragen kannst. Ja, hier geht es zwar auch um den besprochenen Themenkomplex Vorsorge. Aber „Sicherheit“ bedeutet in diesem Umfeld noch einiges mehr.

  • Ein regelmäßiges und vor allem planbares Einkommen,
  • Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall,
  • Urlaubstage ohne Einkommenseinbußen,
  • die Tatsache, dass andere sich darum kümmern, dass deine Arbeit und die deiner Kollegen nach Recht und Gesetz erfolgt,
  • teils mehrmonatige Kündigungsfristen,
  • gesetzlich und vertraglich geregelte Arbeitszeiten,
  • eine oft umfassende Haftungsfreiheit, weil diese auf vorgesetzten Schultern liegt.

Das sind nur sieben Beispiele für Dinge, bei denen du als Selbstständiger künftig völlig anders dastehst. Du allein hast die Verantwortung – auch im rechtlichen Sinn. Du allein bist für Wohl und Wehe zuständig und es wird dir niemand unangenehme Entscheidungen abnehmen.

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Dieser Punkt ist für viele angehende Selbstständige äußerst schwierig zu beantworten. Denn viele erkennen erst dann die Tragweite, wenn sie sich detailliert mit der Frage befassen. Deshalb solltest du, um wirklich ehrlich antworten zu können, immer vom jeweils Schlimmsten ausgehen. Erst, wenn dein Bauchgefühl dann immer noch sagt, dass es die richtige Entscheidung ist, solltest du weitermachen.

9. Bin ich mir der Arbeitsbelastung voll und ganz bewusst?

Was ist der Punkt, an dem wirklich jeder Gründer ungeachtet seiner Branche vor dem gleichen Problem steht? Es ist die Arbeitsbelastung. Ein Unternehmen aus dem Nichts aufzustellen, bedeutet unzählige Aufgaben. Dazu noch solche aus verschiedensten Themengebieten – Marketing musst du ebenso allein machen wie das Betreiben der Website, den Aufbau der IT und nicht selten bist du in Personalunion obendrein dein eigenes Reinigungspersonal.

Ungeschönt sieht es folgendermaßen aus: Du wirst in den ersten Monaten feststellen, dass 24 Tagesstunden nicht genügen und dass du das Gefühl hast, niemals genügend Zeit für alles zu haben.

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Es gibt keine andere Gruppe, die so sehr einem Risiko unterliegt, an Burnout und dessen Vorstufen zu erkranken, wie Gründer. Du musst dir deshalb nicht nur völlig darüber im Klaren sein, dass manche Arbeitstage so lang sein werden, dass nicht einmal genügend Zeit für Schlaf bleibt, sondern dass abermals du allein es bist, der dafür sorgt, dass du es nicht übertreibst.

Hier kommt erneut die Notwendigkeit größter Selbstdisziplin ins Spiel. Du musst deine Arbeiten priorisieren, musst dich selbst bremsen können und erkennen, wo du Hilfe benötigst – und diese auch annehmen, selbst wenn sie Geld kostet. Dieser Punkt ist wirklich wichtig: In Sachen Leistungsfähigkeit bist du ein Gefäß, das ständige Auffüllung benötigt. Wenn du das nicht schaffst, wird der Tag kommen, an dem du dich selbst so abgearbeitet hast, dass eine echte Gefahr für dein ganzes Unternehmen entsteht. Große Leistungen ja, Leistungen, die letztendlich kontraproduktiv sind, nein. Diesen Unterschied musst du kennen!

10. Steht mein nächstes Umfeld hinter mir?

18-stündige Arbeitstage; Gedanken, die sich natürlich nur um das Business drehen werden; ein ständiger Mix aus Sorgen und Ideen. Das alles sind Realitäten eines jeden Gründers. Und sie wirken sich natürlich auf dessen soziales Umfeld aus. Du wirst definitiv weniger Zeit für Partner, Freunde, ja sogar Kinder haben. Du wirst als Chef immer der erste sein, der morgens in der Firma ist und sie abends als letzter abschließen.

Hierzu muss dir klar sein, dass sich ab der Gründung sehr vieles ändern wird. Und dein Umfeld kann das entscheidende Zünglein an der Waage sein, das darüber entscheidet, ob du dies schaffst oder scheiterst. Du kannst nicht bis spät abends an der Firma arbeiten, nur um zu einem Partner heimzukehren, der dir Vorwürfe macht, weil ihr euch kaum noch seht. Du wirst Probleme mit manchen Freunden bekommen, weil dein Unternehmen in deinem Kopf so viel Raum einnimmt. Das alles muss dir klar sein.

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Ebenso gehört zu der Ehrlichkeit bei der Beantwortung der Frage, dass du wirklich schonungslos offen zu deinem Umfeld bist. Wer nicht selbst gründet, weiß nicht, was das bedeutet. Das kann nur die Praxis lehren. Sage deshalb den Leuten, die dir wirklich am Herz liegen, klipp und klar, dass eure Beziehung zunächst zurückstehen muss. Zumindest in den ersten Monaten.

Betreibe keine Schönfärberei und erzähle deinem Partner nicht nur, dass du als Selbstständiger künftig nach Belieben Feierabend und Urlaub machen kannst. All die diesbezüglichen Vorteile der Selbstständigkeit stellen sich erst ein, wenn dein Unternehmen aus der gefährlichen Brandungszone heraus ist – und das kann wie erwähnt durchaus ein Jahr und länger dauern. Wobei manches nie wieder wie zu Zeiten deines Angestelltendaseins sein wird.

Dein Umfeld hat ein Recht auf diese Ehrlichkeit. Und du tust dir selbst damit einen Gefallen. Denn was du zum Gründungsstress definitiv nicht gebrauchen kannst, ist weiterer Ärger mit denjenigen Menschen, die dir eigentlich Rückhalt geben sollten.

Fazit

Es gibt viele Gründer, die scheiterten, weil sie dieses Projekt zu überhastet und, ja, teilweise auch zu blauäugig angingen. Machen wir uns nichts vor, wer gerne einfache Wege geht, der sollte wahrscheinlich besser Angestellter bleiben. Wenn du jedoch den nötigen Mumm besitzt, die weiteren Umstände passen und du vor allem den unbändigen Willen hast, trotz großer Härten deinen eigenen Weg zu gehen, dann solltest du es tun. Denn es winkt dir ein Ziel, das für Menschen wie dich nicht mit Gold aufzuwiegen ist: Die Freiheit, sich niemals mehr etwas von jemandem in beruflicher Hinsicht vorschreiben lassen zu müssen.

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