Von der Recherche zur Vertragsprüfung

Franchise-Unternehmen gründen: 6 Tipps für einen erfolgreichen Start

Wolltest du schon immer deinen eigenen Pizza-Laden eröffnen? Oder im privaten Fitnessstudio Kurse geben, die alle Besucher begeistern? In vielen dieser Branchen sind Franchises vertreten. Die eigentlichen Markeninhaber übertragen dir das Recht, ihren Namen und ihr Angebot für dein eigenes Geschäft zu nutzen. Allerdings musst du im Gegenzug einige Dinge beachten. Hier erfährst du 6 Tipps, mit denen dein Start in die Gründung eines Franchise-Unternehmens gelingt!

Die Idee ist bekannt, die Kundschaft grundsätzlich schon aufgebaut und ein Netzwerk hilft bei den ersten Schritten: Wie einfach kann es sein, selbstständig zu werden? Ganz ohne eigenen Einsatz geht es allerdings nicht. Was du beachten solltest, wenn du ein Franchise-Unternehmen gründen möchtest, zeigen wir dir in diesem Artikel mit 6 nützlichen Tipps auf!

Definition: Was ist ein Franchise?

Bei einem Franchise übergibt eine Seite (Franchisegeber) einer anderen Seite (Franchisenehmer) eine Lizenz bzw. Nutzungsrechte. Mit diesen ist es dem Franchisenehmer gestattet, eine Marke sowie ihr Geschäftskonzept zu nutzen. Als Selbstständiger in einem Franchise-System ist man für den Verkauf der Produkte oder Dienstleistungen selbst verantwortlich – dabei ist man an gewisse Vorgaben durch den Franchisegeber gebunden, etwa das Corporate Design, und muss für den Markennamen zahlen.

Was ist zu beachten, wenn ich ein Franchise-Unternehmen gründen möchte?

Als Selbstständiger in einem Franchise-System profitierst du von einer bewährten Idee und einer bereits auf dem Markt platzierten und bekannten Marke. Auch Werbemaßnahmen werden für gewöhnlich flächendeckend durchgeführt, sodass du dich voll und ganz auf dein Geschäft an sich konzentrieren kannst. Darüber hinaus hast du als Franchisenehmer höhere Chancen, Kredite bei einer Bank zu bekommen als wenn du ein komplett eigenes Unternehmen gründest. Zu guter Letzt hilft das Franchise-Netzwerk, sich untereinander auszutauschen und Tipps zu geben, die dir den Einstieg und die Entwicklung deines Business immens erleichtern.

Neben den Vorteilen musst du aber gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen, wenn du ein Franchise-Unternehmen gründen möchtest. So bewegst du dich in einem Spielraum, den dir der Franchisgeber zur Verfügung stellt. Manche Ideen dürfen vielleicht aufgrund interner Richtlinien nicht umgesetzt werden. Sei dir also im Klaren, dass du als Franchisenehmer nicht komplett freie Entfaltung deiner Kreativität hast.

6 Tipps, damit du erfolgreich ein Franchise-Unternehmen gründen kannst

Damit dein Start in das Franchisenehmer-Dasein erfolgreich funktioniert, haben wir dir nachfolgend einige nützliche Tipps zusammengestellt. Denn auch wenn dir bei diesem System der Selbstständigkeit viel Unterstützung zugutekommt: Wenn du ein Franchise-Unternehmen gründen möchtest, geht das nicht ohne Vorbereitung, Know-how und Einsatzbereitschaft.

1. Kenne die Grundlagen eines Franchise-Systems

Wie schon erwähnt, erleichterst du dir beim Gründen eines Franchise-Unternehmens den Einstieg erheblich im Vergleich zur klassischen Existenzgründung. Gerade in den ersten Jahren erfährst du auch oft umfangreiche Unterstützung durch deinen Franchisegeber – denn es ist ja auch in seinem Interesse, wenn dein Geschäft gut läuft. Sei dir aber auch darüber im Klaren, dass du die allgemeinen Vorgaben der Franchise-Marke zu akzeptieren hast. Eine komplett individuelle Zubereitung von Speisen in einem Food-Franchise ist nämlich im Normalfall nicht möglich, da hier markenweite Prozesse etabliert sind.

2. Wähle das zu dir passende Franchise-System aus

Es gibt zahlreiche Franchise-Systeme aus unterschiedlichen Branchen. Wenn du aber ein Franchise-Unternehmen gründen und damit Erfolg haben möchtest, kommen für dich nur wenige davon infrage. Denn am wichtigsten ist, dass du deine Qualifikationen und deine Vorstellungen mit dem jeweiligen System vereinbaren kannst. Um die einzelnen Franchises unter die Lupe zu nehmen, bedarf es einer gründlichen Recherche im Vorfeld: Ratings der Marken, Rezensionen oder die Absprache mit bestehenden Franchisenehmern der Marke helfen dir dabei, dir einen Überblick über die Anforderungen zu schaffen. Wichtige Faktoren, auf die du achten solltest sind beispielsweise:

  • die Höhe der Start- und Folgeinvestitionen
  • etwaige Gebühren für laufende Aufwendungen
  • der Leistungskatalog des Franchisegebers

3. Hole Erfahrungen von Franchisenehmern ein

Wenn wir schon dabei sind, dass du mit aktuellen Partnern eines Franchises sprichst: Frage sie vor allem danach, was auf dich zukommt, wenn du ein Franchise-Unternehmen eröffnen möchtest. Bei seriösen Franchises lassen sich so besonders gut Informationen zu Produkten, Lieferanten und – besonders wichtig – dem Franchisevertrag einholen. Auch die oft entscheidende Einflussnahme des Franchisegebers kannst du damit herausfinden.

4. Bereite deinen Businessplan vor

Auch wenn du Unterstützung erhältst und dir einige Dinge erleichtert werden: Du benötigst einen Businessplan, wenn du ein Franchise-Unternehmen gründen möchtest. In diesem musst du das Konzept deines gewählten Franchises mit deinen eigenen Ideen kombinieren und deinen potenziellen Franchisegeber überzeugen. Dazu gehören unter anderem eine Markt- und Wettbewerbsanalyse, der monetäre Bedarf und die angedachten Investitionen. Im Gegensatz zur klassischen Existenzgründung musst du aber hier nicht alles alleine machen, sondern kannst oft auf das Know-how des Franchises zurückgreifen.

Wichtig: Da die meisten Franchise-Partnerschaften über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren ausgelegt sind, solltest du auch diesen Zeitraum in deinem Businessplan abdecken.

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5. Lege eine gründliche Finanzplanung vor

Alle Strategien und Ideen für Prozessoptimierungen helfen dir beim Gründen eines Franchise-Unternehmens aber nicht, wenn du sie nicht finanzieren kannst. Daher gilt es, der Finanzierung in deinem Plan einen besonderen Wert zuzuschreiben. Mit den klaren Zahlen wirst du dir auch der Tragfähigkeit deiner Unternehmung bewusst. Behalte dabei alle Kosten, von Anfangsinvestitionen bis hin zu fortlaufenden Zahlungen, im Blick. Ebenso entscheidend ist die Planung von Rücklagen, meist in Form von Eigenkapital. Dies kommt zum Einsatz, wenn der Start deines Geschäfts eher schleppend und ohne Erfolg abläuft oder unvorhergesehene Kosten auftreten. Auch lassen sich im Finanzplan Finanzierungsmöglichkeiten durch Förderungen – zum Beispiel abhängig von der Rechtsform – hinterlegen. Diese solltest du nicht ignorieren.

6. Lasse den Franchisevertrag juristisch prüfen

Da Verträge für Franchise-Systeme noch eine eher junge Entwicklung im juristischen Sinne sind, gibt es hierfür noch keine allgemeingültigen Vorlagen. Beauftrage daher am besten einen Juristen, den dir vorliegenden Vertrag zu prüfen, wenn etwas unklar ist, bevor du ihn unterschreibst. Gerade hinsichtlich eventueller Finanzierungszusagen solltest du alles geklärt haben, bevor du vertragliche Versprechungen gibst – denn diese sind anschließend bindend.

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Fazit: Franchise-Unternehmen gründen mit umfassender Vorbereitung

Ein Franchise-Unternehmen zu gründen und damit Erfolg zu haben, ist möglich, aber wie jede Existenzgründung nicht ohne Investitionen. Neben dem Eigenkapital, das du mit einbringen musst, fallen laufende Kosten für die Markennutzung an. Des Weiteren hast du nicht völlige Freiheit in der Markengestaltung, sondern musst dich an den Spielraum deines Franchisegebers halten.

Allerdings hat es auch einige Vorteile, statt einer klassischen Existenzgründung ein Franchise-Unternehmen zu gründen. Du erfährst gerade in der Anfangszeit viel Unterstützung durch deinen Franchise-Partner und profitierst von den Erfahrungen des kompletten Netzwerks. Dabei setzt du auf eine bereits bewährte Idee und einen Markennamen, den die Zielgruppe kennt. Weitere nützliche Infos zum Thema Franchise findest du im dazu passenden eBook!

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Wie kann ich ein Franchise-Unternehmen gründen?

Du handelst mit dem Franchisegeber einen Vertrag aus. Durch diesen erhältst du das Recht, den Namen, das Design und die Produkte der Marke für dein Business zu nutzen. Um den Franchisegeber zu überzeugen, benötigst du einen detaillierten und erfolgsversprechenden Business- und Finanzierungsplan.

Was sind bekannte Franchise-Unternehmen?

Gerade im Bereich Food sind weltweit bekannte Franchise-Unternehmen wie McDonald’s, Backwerk oder Subway zu finden. Aber auch in der Fitness- oder Optiker-Branche finden sich Franchises, etwa bei Clever Fit oder Apollo.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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