Eigenheim aus dem 3D-Drucker

Azure: Dieses Startup druckt Tiny Houses aus Plastikmüll

Das Startup Azure aus Los Angeles verkauft Tiny Houses. Das ist grundsätzlich schon ein bewährtes Geschäftsmodell. Was das amerikanische Unternehmen allerdings von seinen Konkurrenten unterscheidet, ist die Art der Herstellung. Denn Azure verwendet recycelten Kunststoff als Material und stellt die Wohnräume mittels 3D-Drucker her. Damit sind sie 70 % schneller und 30 % günstiger unterwegs als konventionelle Hausbaumethoden.

Tiny Houses sind inzwischen keine Neuheit mehr. Auch in Deutschland kommen sie langsam an. Der große Vorteil: reduzierte Kosten durch eine kompakte Wohnfläche sowie Schutz für die Umwelt, da weniger Fläche bebaut wird. Das Unternehmen Azure aus Los Angeles geht nun aber einen Schritt weiter. Es verwendet für die kleinen Wohnräume recycelten Kunststoff und druckt die Tiny Houses über einen 3D-Drucker.

Tiny Houses vom 3D-Drucker und aus Plastikmüll – kein Traum, sondern Realität

Im April dieses Jahres stellte Azure sein erstes fertiges Tiny House vor. Nach eigenen Angaben war es das weltweit erste 3D-gedruckte „Hinterhofstudio“ aus recyceltem Kunststoff. Tiny Houses aus dem 3D-Drucker gibt es inzwischen auch immer öfter, allerdings nutzen diese hierfür eine Form von Beton. Das Startup aus den USA hingegen bietet nun eine nachhaltigere Alternative zum Bauen, indem es Kunststoffe wiederverwertet. So sind über 60 % des Druckmaterials wasserfestes Kunststoffpolymer – ein Material, das häufig in Plastikflaschen und Lebensmittelverpackungen vorkommt.

Den „postindustriellen Kunststoff“ erhält Azure durch die Zusammenarbeit mit aktuelle drei Lieferanten, erklärt Mitgründer Ross Maguire. Der Bau von Tiny Houses durch 3D-Drucker verursacht bereits eine geringere Abfallmenge, benötigt weniger Material und geht schneller vonstatten als ein gewöhnlicher Hausbau. Mit der Nutzung des Plastikmülls schafft das Unternehmen eine noch effizientere Alternative: Sie sind 70 % schneller und 30 % günstiger als „traditionelle Hausbaumethoden“, so Maguire. Das Tiny House müsse dann nur noch am Zielort aufgestellt und an die Versorgung angeschlossen werden.

Mehrere Modelle von Azure bald auf dem Markt

Azure hat mehrere Modelle der Tiny Houses im Angebot. So gibt es beispielsweise die kleinen Studios von etwa 11 m² Größe bis hin zu Wohneinheiten mit einer Fläche von 900 m² und zwei Schlafzimmern. Die Studios eignen sich aufgrund ihrer Kompaktheit vor allem für separate Räumlichkeiten, etwa als Büro- oder Fitnessraum. Die größeren Wohneinheiten lassen sich wiederum als Gästequartier oder Airbnb einsetzen.

Bis jetzt hat Azure nur eines seiner Tiny Houses vollständig gedruckt. Das Unternehmen erwartet allerdings bald eine Lieferung mit den noch fehlenden nötigen Ausrüstungsteilen, um die Produktionslinie in Culver City, LA, in Betrieb zu nehme. Vorbestellungen konnte das Startup bereits in großer Zahl verzeichnen, sodass Mitgründer Maguire optimistisch in die Zukunft blickt: „Der 3D-Druck ist eine effizientere Art des Bauens, die mit der Weiterentwicklung der Verfahren, Technologien und Materialien nur noch besser werden kann. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Hausbau per 3D-Druck im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt.“ Vielleicht können wir auch in Deutschland in einigen Jahren 3D-gedruckte Tiny Houses aus recyceltem Plastikmüll kaufen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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