Die dritte Folge von Die Höhle der Löwen versprach ein echtes Highlight der Staffel. Denn es standen vier Gründerteams bereit, die mit ihren Ideen überraschten, bewegten und für reichlich Diskussionen sorgten. Von der Innovation eines 98-Jährigen über einen spontanen Dancefloor bis hin zum Streit um ein Toiletten-Gadget: Diese Folge hatte es in sich!
Diese Löwen waren in der dritten DHDL-Folge von Staffel 18 mit dabei:
STEETS
Das Startup STEETS zeigt in der nächsten DHDL-Folge, dass man für die große Bühne nie zu alt ist. Heinz Schlechtingen betritt gemeinsam mit seinem Enkel Phil Janßen und den Mitgründern Thorben Engel und Philipp Battisti die Höhle – und sorgt sofort für einen Gänsehautmoment. Denn die Idee entstand direkt im Alltag der Familie, als ein Gehstock immer wieder umkippte und so ein echtes Problem sichtbar wurde. Die Lösung dafür: STEETS. Denn das Startup rüstet handelsübliche Gehhilfen mit kleinen Standfüßen aus, die per Handgriff ausgeklappt werden können.
Dadurch bleibt der Stock stabil stehen und schenkt Betroffenen deutlich mehr Sicherheit und Freiheit. Die Löwen zeigen sich berührt von der Geschichte und beeindruckt von der praktischen Umsetzung. Besonders Frank Thelen lobt die Lösung als eine der elegantesten, die er je gesehen habe. Und als Heinz schließlich seinen Tipp fürs lange Leben preisgibt, ist ihm die Sympathie sicher. Doch die Diskussion um die Firmenbewertung bleibt spannend. Ihr Angebot: 300.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
DEAL ODER KEIN DEAL?
Deal! Der Pitch von STEETS sorgte in der DHDL-Folge gleich zu Beginn für ordentlich Gesprächsstoff. Ralf Dümmel lobte das Produkt als „Zukunftsprodukt“, sah aber eine große Herausforderung im Vertrieb und stieg deshalb aus. Frank Thelen sprach die kritisch hohe Marge an, stellte aber trotz allem ein Angebot von 300.000 Euro für 25 % in den Raum. Nach einiger Überlegung machten die Gründer ein Gegenangebot von 20 %, was Thelen jedoch ablehnte.
Nach dem Versuch der Gründer, die restlichen 5 % an Bedingungen zu knüpfen, reagierte Frank Thelen mit den Worten: „Wer hier reinkommt und nicht weiß, was ich kann, ist hier fehl am Platz.“ Schließlich nahmen die Gründer das Angebot von 300.000 Euro für 25% an. So kam am Ende doch ein Deal zustande.
Muvn
Muvn entstand aus einer ganz persönlichen Erfahrung von Gründerin Katharina Kreutzer. Beim Umzug nach Hamburg fehlte ihr eine günstige Transportmöglichkeit, sodass sie schließlich auf die Hilfe von Freunden mit privaten Autos angewiesen war. Gemeinsam mit Massimo Sabatino und Emre Aydin machte sie aus diesem Problem ein Geschäftsmodell.
Muvn ist eine App, die Fahrer und Suchende zusammenbringt und so ungenutzten Platz in Fahrzeugen besser ausschöpfen will. Nutzer können entweder ihre freien Kapazitäten anbieten oder selbst ein Gesuch einstellen. Dadurch sollen Transporte günstiger werden und gleichzeitig die Umwelt durch weniger Emissionen belastet werden. Sehen die Löwen dieses Konzept als zukunftsfähig an? Ihr Angebot an die Löwen: 300.000 Euro für 5% ihrer Firmenanteile.
DEAL ODER KEIN DEAL?
Kein Deal. Muvn startete mit einem interessanten Geschäftsmodell, das bei den Löwen zunächst Neugier weckte. Doch es stelle sich schnell heraus, dass die Gründer kaum belastbare Zahlen liefern konnten. Carsten Maschmeyer bohrte nach und fragte konkret nach den bisherigen Nutzern und Transportfahrten. Erst nach langem Zögern kam die ernüchternde Antwort: neun Fahrten. Für ihn war klar, dass es für einen Erfolg deutlich mehr Kapital als die geforderten 300.000 Euro braucht und stieg aus.
Auch Frank Thelen fand die Idee zwar interessant, verglich sie aber mit dem Anbieter Free Now. Für ihn ist Muvn jedoch im Vergleich „keine Raketenwissenschaft“. Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel kritisierten vor allem die zu hohe Fimenbewertung. Am Ende ging Muvn ohne DHDL-Deal nach Hause.
krydda
Bei krydda wird die Bühne in DHDL kurzerhand zum Dancefloor. Gründer Arne Engelke legt als DJ auf und bringt die Löwen erst einmal zum Tanzen, bevor er sein eigentliches Produkt vorstellt. Seine Leidenschaft fürs Kochen führte ihn zu einer Lösung für alle, die Tofu zwar mögen, aber den Geschmack als eher fad empfinden. Der Tofu-Finisher von krydda ist ein Instant-Marinade-Pulver, das im Handumdrehen für intensive Aromen sorgt. Ob mediterran, frisch oder orientalisch, mit wenigen Handgriffen haftet die Würze perfekt am Tofu. Damit macht Arne nicht nur Veganer und Vegetarier glücklich, sondern spricht eine breite Zielgruppe an, die auf schnelle und gesunde Küche setzt.
Sein eigener Weg vom Finanzsektor hin zu einem kreativen Food-Startup zeigt, wie vielseitig Gründer sein können. Auch die Löwen lassen sich von der Kombination aus Entertainment und Innovation mitreißen. Doch wird am Ende wirklich ein Investment folgen? Sein Angebot: 75.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Bildquelle: RTL / Stefan GregorowiusDEAL ODER KEIN DEAL?
Kein Deal. Der Gründer von Krydda stellte seine Instant-Marinaden vor, doch bei den Löwen kam das Produkt nicht wie erhofft an. Ralf Dümmel erklärte direkt, dass es nicht seinen Geschmack treffe, und verabschiedete sich aus dem Pitch. Carsten Maschmeyer störte sich vor allem am erklärungsbedürftigen Namen und am Marketing, außerdem schmeckten ihm einige Mischungen nicht.
Judith Williams fragte, warum man die Marinaden auf Tofu beschränke und sah die Zielgruppe als viel zu klein an. Janna Ensthaler lobte zwar den Gründer, hielt die Idee aber für unausgereift und stieg ebenfalls aus. Dagmar Wöhrl konnte sich genauso wenig mit dem Konzept identifizieren. Obwohl der Gründer kämpfte, war keiner der DHDL-Investoren überzeugt. So blieb Krydda ohne Deal zurück.
AIR CUBE
Ein Toiletten-Produkt, das gleich mehrere Investoren elektrisiert, hat es bei DHDL so noch nicht oft gegeben. Giuseppe Leo stellt mit AIR CUBE eine Innovation vor, die die Toilettenhygiene revolutionieren soll. Das Gerät wird an jeder Standardtoilette angebracht und erkennt per Bewegungssensor sofort die Nutzung. Währenddessen saugt es Gerüche direkt ab, neutralisiert sie vollständig und verhindert, dass sie sich im Raum verteilen. Nach dem Toilettengang startet der Reinigungsmodus, bei dem Millionen Ionen freigesetzt werden, um Keime und Verschmutzungen zu eliminieren – ganz ohne Chemie.
Optional sorgen Duftmodule für ein angenehmes Extra. Entstanden ist die Idee aus Giuseppes Alltag als Fußballprofi, wo es mit wenigen Toiletten für viele Spieler schnell zu Herausforderungen kam. Seine Leidenschaft und sein Durchhaltevermögen imponieren den Löwen, die ihn als Vorbildgründer feiern. Auch die Wirkung des Produkts ist durch unabhängige Tests bestätigt, denn über 4.500 Kunden konnten den AIR CUBE bereits ausprobieren. Kein Wunder also, dass die Investoren um einen Deal kämpfen. Sein Angebot: 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

DEAL ODER KEIN DEAL?
Deal! Mit Air Cub betrat ein Gründer die DHDL-Bühne, der sofort die Herzen der Löwen gewann. Sein Produkt wirkte bis ins Detail durchdacht, was für ein regelrechtes Bietergefecht sorgte. Carsten Maschmeyer legte als Erster ein Angebot vor: 200.000 Euro für 15 %. Kurz darauf konterten Ralf Dümmel und Frank Thelen gemeinsam mit einem Doppelangebot: 200.000 Euro für 20 %.
Auch Judith Williams war Feuer und Flamme und bot die gleiche Summe sowie die gleichen Anteile wie Maschmeyer. Janna Ensthaler fand Gründer und Produkt zwar stark, gab aber offen zu, dass es nicht ihr Herzensprojekt sei und verabschiedete sich. Für den Gründer war die Wahl nicht leicht. Am Ende entschied er sich jedoch für Carsten Maschmeyer.
FlaveAir
FlaveAir bringt mit einem völlig neuen Konzept frischen Wind in Die Höhle der Löwen. Die Gründer Nils Stögbauer und Randolph Skrok haben mit dem FlaveAir-Stick ein modulares Genuss-System entwickelt, das ohne Zucker, Nikotin oder Kalorien auskommt. Stattdessen kombiniert es natürliche Aromen mit der gewohnten Hand-Mund-Routine und bietet so eine spannende Alternative zu Zigaretten, Vapes oder Süßigkeiten. Die Auswahl ist groß: Mehr als 40 Geschmacksrichtungen, von Cola bis Ingwer-Shot, machen den Stick vielseitig einsetzbar. Ob gegen Heißhunger oder als Unterstützung beim Rauchstopp, das Produkt soll den Alltag erleichtern und gesünder gestalten.
Die Motivation ist dabei sehr persönlich, denn ein Schicksalsschlag in der Familie inspirierte die Gründer zur Entwicklung. In der Höhle sorgt die Idee für gemischte Reaktionen. Während einige Löwen kritische Fragen stellen, sehen andere großes Marktpotenzial. Ralf Dümmel betont, dass der Stick Menschen helfen könne, ungesunde Gewohnheiten loszuwerden. Ihr Angebot: 150.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
DEAL ODER KEIN DEAL?
Deal! Das Startup FlaveAir überraschte in der DHDL-Folge mit einem Produkt, das als gesündere Alternative zur E-Zigarette gedacht war. Frank Thelen konnte sich damit allerdings nicht identifizieren und stieg aus. Auch Janna Ensthaler zeigte sich besorgt, dass Kinder dadurch möglicherweise ans Rauchen herangeführt würden, und lehnte ab. Carsten Maschmeyer lobte zwar das starke Gründer-Team, war jedoch überzeugt, dass Kunden den hohen Preis nicht zahlen würden.
Dann trat Ralf Dümmel auf den Plan, der sofort von der Geschmacksrichtung „Blueberry Kokos“ schwärmte. Zwar kritisierte er die Firmenbewertung, legte aber ein klares Angebot auf den Tisch: 150.000 Euro für 25 % der Anteile – ohne Verhandlungsspielraum. Die Gründer überlegten nicht lange und sagten zu. Damit war der nächste DHDL-Deal in der Tasche.
DHDL Folge verpasst?
Alle Folgen von DHDL kannst du bereits eine Woche vor Ausstrahlung auf RTL+ streamen. Die aktuellen Folgen werden ab dem 18. August jeden Montag um 20:15 Uhr auf VOX ausgestrahlt.
Sammelband
Die Höhle der Löwen: Das wusstest du noch nicht über die Jury!
Die Höhle der Löwen-Fans aufgepasst! Unser ultimativer Sammelband zu allen Jury-Mitgliedern ist da und liefert viele Informationen zu den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der DHDL-Jury.

Jana Blümler