Diese Entwicklung digitalisiert die Logistikbranche!

Gründer-Geheimnis NIMMSTA: Die Revolution für die Logistikbranche

Die Logistikbranche braucht neuen Schwung! Zumindest sehen die beiden Gründer von NIMMSTA, Andreas Funkenhauser und Florian Ruhland das so und haben NIMMSTA entwickelt. Mit ihrer Innovation wollen sie Prozesse vereinfachen und digitalisieren. Mittlerweile haben sie schon namhafte Partner, die das Projekt unterstützen. Wie NIMMSTA die Branche revolutionieren will und welchen Tipp die beiden Gründer auf Lager haben, erfährst du in unserem Gründer-Geheimnis.

Die Lösungen von NIMMSTA revolutionieren und digitalisieren die Logistikbranche. Mit ihrer Smart Watch für die Industrie vereinen sie Prozesse, die vorher einzeln verliefen und zeitraubend waren. Die Gründer von NIMMSTA sind Andreas Funkenhauser, der für Strategie und Vision des Unternehmens verantwortlich ist, und Florian Ruhland, der sich um die Technik kümmert und im Vertrieb mithilft. Die beiden haben zuvor schon gemeinsam gegründet und sind ein richtiges Dreamteam. Wie sie zu ihrer Idee kamen und welchen ultimativen Tipp sie für angehende Gründer auf Lager haben, erfährst du in unserem Gründer-Geheimnis.

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für NIMMSTA?

Florian hat für ein Kundenprojekt im Rahmen seiner Tätigkeit als Industrie-Produktentwickler in unserem ersten gemeinsamen Unternehmen (AFR Engineering), einen Scanner gesucht, welcher an der Person befestigt ist und ein Touch Display hat. Er wurde nicht fündig und hat sich dann mit seiner Technik-Expertise hingesetzt und selbst einen Prototypen gebaut. Die Begeisterung über diesen Prototypen war riesig, als er uns den gezeigt hat. So wurde im Frühjahr 2019 aus dem “Project X” NIMMSTA. Die Idee ist also durch ein Problem entstanden. Eine Firmengründung stand überhaupt nicht auf unserem Plan, das Ganze ist uns in den Schoß gefallen und wir haben die Chance ergriffen, kann man sagen.

Warum habt ihr euch für den Namen NIMMSTA entschieden?

Das hat uns richtig Spaß gemacht. Aus unserer bisherigen Erfahrung wussten wir, dass wir das selbst in die Hand nehmen, damit am Ende etwas herauskommt, das wirklich zu uns und dem Produkt passt. Wir sind aus München und sprechen viel bayrisch und auf bayrisch heißt „nimm es dir” „nimm’s da”. Uns hat das D irgendwie gestört, deshalb sind wir am Ende auf NIMMSTA gekommen. Als NIMMSTA auf dem Papier geschrieben stand, wussten wir sofort, das ist es – das passt zu uns und entspricht auch unserem Produkt. Der Funke war da.

Wie und wann habt ihr erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Bevor wir unsere Industrial Smart Watch selbst gebaut haben, haben wir den Markt nach so einem Wearable abgesucht und schon vieles gefunden, aber eben nicht mit dem Schwerpunkt auf die Vernetzung und Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Deshalb haben wir schnell verstanden, dass das ein riesiger Markt ist, der auch in Zukunft immer weiter wachsen wird. Da wir den Fokus im Unterschied zu den anderen auf unser Touch Display und damit auf die Kommunikation setzen, haben wir ein anderes Geschäftsmodell, welches sich zudem sehr gut skalieren lässt.

Phase 2 – Planung

Wie habt ihr euch informiert? Wie habt ihr euch bei der Planung unterstützen lassen?

Vor dem Hintergrund der jahrelangen Produktentwicklung im Industriebereich hatten wir bereits Erfahrung und Zugang zu vielen Leuten aus diesem Bereich. Dabei haben uns viele Leute richtig stark unterstützt und wir konnten uns von Beginn an gut in der Branche vernetzen. Ansonsten haben wir viel selbst gemacht und uns die richtigen Leute ins Team geholt. Ganz nach dem Motto: Einfach mal machen und learning by doing.

Wie habt ihr den Businessplan für NIMMSTA erstellt?

Florian und ich haben vor NIMMSTA schon zwei Unternehmen gegründet, deswegen haben wir schon etwas Erfahrung, aber einen kompletten Businessplan haben wir auch noch nicht geschrieben. Wir und unser ganzes Team haben viele Angebote von tollen Workshops und Tutorials genutzt und z.B. bei dem Businessplan Wettbewerb von BaystartUp mitgemacht. Dort lernt man unglaublich viel, vor allem hilft es, die Vision und Strategie sehr klar zu definieren und zu schärfen. Jedenfalls hatten wir zum Start keinen fertigen Businessplan, der hat sich eher mit der Zeit immer weiter entwickelt. Wir haben auf dem ganzen Weg immer wieder Leute kennengelernt, die uns sehr unterstützt haben, sowohl bei der Marktanalyse als auch bei dem Finanzplan. Dafür sind wir unheimlich dankbar, denn all das hat dazu geführt, dass wir jetzt da stehen, wo wir sind.

Welche Schritte standen noch an, bis eure Industrial Smart Watch auf den Markt kam?

Das waren sehr, sehr, sehr viele Dinge. Das Patent durchbringen, alle Zertifizierungen rechtzeitig zu haben, die Serienproduktion so aufzubauen, dass wir auch liefern können. Außerdem unzählige Tests, denn unsere Smart Watch wird in den Lagern mit sehr unterschiedlichen Devices eingesetzt. Dabei müssen wir beispielsweise sicherstellen, dass es immer funktioniert, unabhängig vom Betriebssystem oder der Device-Art. Langweilig wird es kurz vor einem Release ganz bestimmt nie. Und das wird wohl immer so bleiben.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Der globale Intralogistikmarkt wird bis 2030 auf 122,63 Mrd. US$ geschätzt, mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 11,50 % während des Prognosezeitraums. Also das Potential ist riesig und steigt konstant an – da sind neue Konzepte erst recht nötig. Gerade auch der E-Commerce Bereich wird weiter ansteigen. Neue Ideen für neue Herausforderungen sind unabdingbar und wir bei NIMMSTA lieben es, neue Konzepte zu entwickeln, die ein wirkliches Umdenken vorantreiben und die Prozesse extrem verbessern.

Gründen wird oftmals als unkompliziert dargestellt, aber wenn ihr zurückblickt: Welche Fehler habt ihr gemacht?

Es ist wirklich ein sehr aufregender Prozess mit allen Ups & Downs und das bis heute. NIMMSTA wurde bis vor kurzem von Florian und mir finanziert und aktuell planen wir die erste qualifizierte Finanzierungsrunde. Im Nachhinein hätten wir uns früher darum kümmern sollen, denn das Ganze ist ein langer Prozess mit vielen einzelnen Schritten. Vor allem aber nimmt das den Großteil Florians und meiner Zeit ein. Irgendwie wussten wir das zwar, aber ganz klar war uns das Ausmaß vielleicht doch nicht. Es hat zum Glück keine tragischen Folgen, wir widmen diesem Thema jetzt unsere ganze Power und Zeit und es sieht sehr gut aus.

Phase 4 – Wachstum

Welche Meilensteine habt ihr mit NIMMSTA schon erreicht?

Wir sind dieses Jahr in Stuttgart auf der Logimat (Leitmesse für (Intra-)Logistik) das erste Mal mit NIMMSTA dabei gewesen. Das war ein großer Meilenstein für uns, denn wir wollten uns eigentlich 2020 schon dort präsentieren und richtig durchstarten, dann kam aber Corona für zwei Jahre dazwischen. Deshalb war das ein riesiges Event für uns, wir haben sehr viel Arbeit reingesteckt, um das Beste rauszuholen – und es hat sich mehr als gelohnt. Das Feedback und die Begeisterung waren überwältigend und auch bei den Leads wurden unsere Erwartungen übertroffen.

Dazu haben wir dieses Jahr unsere ersten Business Angel gewonnen, darauf sind wir sehr stolz und wir haben unsere ersten ganz großen Kunden, wie Mercedes-Benz und Rewe, gewonnen. Natürlich gehören unsere Patentanmeldung und sämtliche Zertifizierungen unseres Produktes auch dazu.

Was macht NIMMSTA so besonders?

Wir haben mit NIMMSTA die weltweit erste Industrial Smart Watch HS 50 entwickelt, mit der wir das, was die Logistikbranche bisher versäumt hat, angehen: die Digitalisierung. Mit der HS 50 werden Smartwatch, Industrie-Scanner und E-Paper Touch Display in einer einzigen Lösung abgebildet. In Verbindung mit unserer smarten Software können intralogistische Prozesse digitaler, schneller und bis zu 80 % effizienter bearbeitet werden. Bereits bestehende Prozesse werden in Freehand Workflows transformiert und der Mitarbeitende kommuniziert direkt vom Handrücken aus mit dem WMS/ERP. Der gesamte Prozessablauf gestaltet sich maximal effizient: Scannen, Greifen, Informationen ablesen, Korrektur- und Bestätigungseingaben – alles wird ausschließlich mit unserer Smart Watch durchgeführt.

Bei NIMMSTA stehen die Workflows und die Vernetzung von Mensch und Maschine im Mittelpunkt: Wir verbessern den gesamten Prozess und unsere Smart Watch kommuniziert unmittelbar mit den Usern und ermöglicht eine einmalige Zusammenarbeit. Mit freien Händen und durch digitale Workflows bietet unsere Industrial Smart Watch maximale Sicherheit für Mitarbeitende in der Produktion. Damit die Digitalisierung der Logistikbranche endlich Fahrt aufnimmt, haben wir die HS 50 einfach, leicht verständlich und flexibel entwickelt. Die Workflows sind unendlich gestaltbar und somit individuell an das jeweilige Vorhaben des Kunden anpassbar.

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher genutzt? Beschreibt bitte, was besonders gut funktioniert hat.

Wir haben schon viel ausprobiert. Wir sind auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und LinkedIn vertreten, wobei für uns LinkedIn der wichtigste Kanal ist, dort sind wir auch richtig aktiv. Die Business-Plattform bietet uns viele Vorteile und funktioniert für uns am besten, gerade weil wir im B2B unterwegs sind. E-Mail-Marketing ist auch eine wichtige Säule, die wir stark nutzen und sehr gut läuft. Für uns sind echte Use Cases am wertvollsten, darin werden echte Herausforderungen unserer Kunden erläutert, welche mit NIMMSTA gelöst wurden und welche quantitativen Ergebnisse sie nach kurzer Zeit schon festhalten können. Diese Stories bringen wir auch in die Fachmagazine, sowohl online als auch offline.

Welche geheimen Tipps könnt ihr angehenden Gründern geben?

Das Wichtigste ist ein geiles Team, ohne die richtigen Leute wird es nicht so gut funktionieren und vor allem nicht so viel Spaß machen. Da steht auch Vertrauen ganz weit oben – für uns ist das die Basis. Und dann zwei Dinge: Einfach machen und immer dranbleiben! Es gibt viele Menschen, die Bedenken haben und von Gründungen abraten, weil die meisten einfach lieber auf Nummer sicher gehen. Das ist völlig ok, aber wenn jemand eine tolle Idee hat, dann einfach mal machen und dranbleiben. Es ist ein Auf und Ab, aber wenn jemand daran glaubt und wirklich Lust hat, ist es sehr erfüllend und macht riesig Spaß.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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