Die besten Startups überzeugen durch hohe Umsätze und enormes Wachstum

Du kennst sie! Die 10 bekanntesten Startups aus Europa

Ob Stockholm, Berlin oder Paris – Europa ist bei Gründern und Startups so beliebt wie nie zuvor. Es locken zahlreiche Milliarden-Konzerne als Investoren und ein beeindruckendes europäisches Netzwerk. Doch welches Unternehmen konnte bisher am meisten profitieren? Welche Geschäftsidee überzeugt nicht nur durch Innovation, sondern auch durch hohe Umsätze und ein enormes Wachstum? Der folgende Artikel stellt die 10 bekanntesten bzw. die besten Startups aus Europa vor und erklärt ihre Erfolgsgeschichten.

Die am höchsten bewerteten Startups der Welt kommen zwar aus den USA oder Asien. Doch den besten Startups aus Europa muss diese Tatsache keine Sorgen bereiten. Denn auch zahlreiche europäische Unternehmen überzeugen durch ihre außergewöhnlichen Geschäftsideen, Milliarden-Umsätze sowie extrem schnelles Wachstum. Auffällig ist, dass viele Firmen als wertvollstes Startup aus Europa auf die Online-Branche setzen, die sich in den letzten Jahren durch Rekord-Umsätze als sehr lukrativ erwiesen hat. Als Gründer-Standorte sind dabei die Hauptstädte, wie zum Beispiel Berlin oder Stockholm, sehr beliebt. Aber auch Paris, Amsterdam und sogar Göppingen sind unter anderem in der Liste der erfolgreichen Gründer-Städte in Europa vertreten.

Die 10 bekanntesten Startups aus Europa

Ob Online-Shop, Zahlungsanbieter oder E-Scooter – diese Unternehmen aus Europa überzeugen durch eine außergewöhnliche und erfolgreiche Firmengeschichte. Das sind die zehn bekanntesten und erfolgreichsten Startups aus Europa:

1. Spotify (Schweden)

Früher musste sich jeder mühsam Alben verschiedener Künstler kaufen, um möglichst viele Songs anhören zu können. Heute gibt es dafür unter anderem Spotify, eines der wertvollsten Startups aus Europa. Der aktuell größte Audio-Streaming-Dienst startete 2006 in Stockholm als Startup in Europa sein Konzept, über Verträge mit Musiklabels den Kunden online und über ein Abo-Modell möglichst viele Songs anzubieten. Doch diese Idee ließ sich zunächst nicht gewinnbringend umsetzen, trotz größerer Investoren machte Spotify in den ersten Jahren 40 Millionen Euro Verlust. Erst durch Verträge mit allen großen Labels steigerte das Startup in Europa schließlich seine Kundenzahlen extrem und schaffte 2018 dann sogar den Schritt an die Börse. 2021 konnte Spotify einen Umsatz von mehr als 9,5 Milliarden Euro vorweisen und über 400 Millionen Nutzer in 184 Ländern zählen.

Spotify Startups aus EuropaQuelle: BAGUS - stock.adobe.com
Durch die einfache Gestaltung lässt sich die Musik bei Spotify schnell auswählen.

2. HelloFresh (Deutschland)

Wer nicht lange nach Rezepten suchen möchte oder nach jedem Kochen zu viele Lebensmittel übrig lässt, kann bei HelloFresh eine Kochbox im Abo bestellen. Das Startup wurde 2011 in Berlin gegründet und konnte direkt 50 Millionen Euro an Investitionen einsammeln. Zunächst sahen die Zahlen auch gut aus und es wurde sogar ein Börsengang für 2015 angekündigt. Doch dieser ließ sich nicht umsetzen, was wiederum zu Schlagzeilen und Zweifeln an dem Geschäftskonzept führte. Zwei Jahre später schaffte dieses bekannte Startup aus Europa dann aber doch noch den Sprung an die Börse und wurde mit 1,7 Milliarden Euro bewertet. Aktuell generiert dieses Startup aus Europa knapp 6 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr, beschäftigt über 14.000 Mitarbeiter und ist in sieben Ländern aktiv.

3. Adyen (Niederlande)

Der Firmenname Adyen heißt übersetzt „von vorne beginnen“ und mag vielen nicht sofort ein Begriff sein. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Software dieses Startups aus Europa schon genutzt wurde. Denn bei Adyen handelt es sich um ein Fintech-Unternehmen, dass bargeldlose Zahlungen unter anderem für Facebook, Airbnb oder Spotify abwickelt. Dabei bietet das Unternehmen aus Amsterdam seit 2006 fast 200 Währungen und über 250 Methoden an. Zuletzt hat deshalb sogar der Fonds Iconiq Capital investiert, an dem auch Mark Zuckerberg beteiligt ist. Auch 30 Fluglinien sind als Partner des Startups aus Europa hinzugekommen. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von über 2 Milliarden Euro und gehört zu den erfolgreichsten Startups aus Europa.

4. Delivery Hero (Deutschland)

Online essen bestellen gehört für viele Menschen heute zum Alltag. Doch als im Jahr 2011 in Berlin das Unternehmen Delivery Hero gegründet wurde, war die Idee dieses Startups aus Europa noch relativ unbekannt und ließ sich schlecht einschätzen. Das System, eine Monatsgebühr von den teilnehmenden Restaurants zu verlangen und gleichzeitig eine Provision pro Bestellung zu berechnen, löste bei vielen Investoren Bedenken aus. Aber schon in den ersten Jahren zeigte sich der Erfolg dieses Konzepts, immer mehr Restaurants kamen hinzu und ab 2014 stiegen auch zahlreiche Investoren mit ein. So konnte das Startup nur ein Jahr später viele Konkurrenten übernehmen und bekam daraufhin eine Bewertung von 2,8 Milliarden Euro.

Im Jahr 2017 schaffte es Delivery Hero sogar an die Börse und steigerte damit den Firmenwert auf 4 Milliarden Euro. Heute beschäftigt das Unternehmen über 35.000 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern aktiv. Ende 2018 wurde das Deutschlandgeschäft an die Niederländische Konkurrenzfirma Just Eat Takeaway verkauft, die bereits Inhaber von Lieferando war.

5. Klarna (Schweden)

Im Jahr 2015 entstand in Stockholm die Geschäftsidee, dass Kunden in einem Onlineshop trotz Bezahlung per Rechnung besser abgesichert sein sollen. Mit ihrer Software und dem Konzept nahmen die drei Gründer von Klarna dann an einem Gründerwettbewerb teil. Doch die Idee dieses Startups aus Europa kam nicht gut an, sie landeten auf einem der letzten Plätze. Trotzdem gründeten sie danach ihr Startup und kämpften zwei Jahre lang um Investoren. Erst als die ersten großen Online-Plattformen die Zahlungsmöglichkeit integrierten, stiegen auch zahlreiche Kapitalgeber ein und brachten die Investitionssumme schnell auf über 100 Millionen Euro. Später kamen weitere 300 Millionen Euro hinzu. Heute besitzt das Startup aus Europa eine Firmenbewertung von mehr als 31 Milliarden Euro und wird von über 200.000 Online-Händlern in 17 Ländern genutzt.

6. TeamViewer (Deutschland)

Wenn der Computer Probleme macht, kommt häufig die Software von TeamViewer zum Einsatz. Denn egal wo sich der andere Computer befindet, mit der Software können Nutzer auf einen anderen Computer zugreifen, ihn analysieren und per Fernzugriff Probleme lösen. Die Software dafür wurde 2005 im baden-württembergischen Göppingen entwickelt und vier Jahre später von der luxemburgischen Firma GFI Software S.A. übernommen. Dieses Unternehmen gab TeamViewer im Jahr 2014 wiederum für 870 Millionen Euro an die britische Beteiligungsgesellschaft Permira ab, die nur ein Jahr später eine Firmenbewertung von 1,7 Milliarden Euro erreichte.

Seit 2019 ist die TeamViewer AG auch an der Börse aktiv und insgesamt schon auf über 2,1 Milliarden Geräten installiert. Hinzu kommt ein besonderer Meilenstein, der das Unternehmen zu einem der bekanntesten Startups aus Europa machte. Denn vor einigen Jahren baute TeamViewer als erste Fernzugriff-Software überhaupt eine Verbindung zwischen der Raumstation ISS und der Erde auf, um medizinische Untersuchungen an den Astronauten mithilfe dieses Startups aus Europa durchzuführen.

7. BlaBlaCar (Frankreich)

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder die eigene Fahrt nicht alleine verbringen möchte, kann diese seit 2006 über die Plattform BlaBlaCar buchen oder anbieten. Das Startup aus Paris ist seit 2013 auch in Deutschland aktiv und steigerte die Kundenzahl enorm mit der Übernahme des Konkurrenten Carpooling im Jahr 2015. Über 20 Millionen Mitglieder in 19 Ländern hat die Mitfahr-Community dieses Startups aus Europa mittlerweile, weshalb die Firma eine Bewertung von 1,3 Milliarden Euro erhalten hat. Seit 2016 verlangt das Unternehmen zudem für jede Fahrt eine Vermittlungsgebühr, die mittlerweile einen Hauptteil der Einnahmen ausmacht. Mit diesem Konzept gehört BlaBlaCar zu den bekanntesten Startups in Europa.

8. Zalando (Deutschland)

Als die zwei Zalando-Gründer im Jahr 2008 in Berlin ihre Idee vorstellten, über einen Onlineshop Schuhe zu verkaufen, stieß dieser Vorschlag auf große Kritik. Denn die gängige Meinung war: Besonders bei Schuhen sollte doch jeder Kunde vorher die Möglichkeit bekommen, diese anzuprobieren und ein paar Schritte zu laufen. Doch ein US-amerikanischer Versandhändler hatte es vorgemacht und so schafften es die Gründer tatsächlich, an Kapital zu kommen. Ende 2010 war Zalando dann auch Marktführer für den Schuhversand, machte allerdings 20 Millionen Euro Verluste. Erst ein Jahr später schaffte das Startup mit der internationalen Ausrichtung den Umschwung und generierte 500 Millionen Euro Einnahmen. Dieses Wachstum konnte Zalando als Startup aus Europa bis heute aufrecht erhalten und wird aktuell mit knapp 5 Milliarden Euro bewertet. Knapp 17.000 Mitarbeiter sorgen für die Bearbeitung der jährlich über 100 Millionen bestellten Pakete.

9. Skype (Luxemburg)

Durch die Corona-Pandemie sind Videochats und digitale Meetings in den letzten Monaten zum Alltag geworden. Doch im Jahr 2003 gehörte das Startup Skype Technologies aus Luxemburg mit dieser Technik zu den absoluten Vorreitern. Und das Konzept kam gut an: Die Software wurde in den ersten sechs Monaten nach der Gründung schon von 3,5 Millionen Nutzern verwendet, ein Jahr später waren es bereits 46 Millionen. Dann folgte 2005 die Übernahme von der Online-Auktionsplattform eBay für 3,1 Milliarden US-Dollar, die das Startup sechs Jahre später wiederum für 8,5 Milliarden Dollar an den Softwarehersteller Microsoft verkaufte. Insgesamt sind die Nutzerzahlen seitdem zurückgegangen und stiegen erst seit Beginn der Corona-Pandemie wieder an. Heute sind laut Unternehmensangaben täglich 40 Millionen Nutzer bei Skype aktiv und die Nutzungszeit ist um 220 Prozent angestiegen.

10. TIER (Deutschland)

Wer sich auf Europas Straßen umschaut, wird auch sicherlich den ein oder anderen E-Scooter des Verleihunternehmens TIER entdecken. Das Berliner Startup startete erst 2018, konnte aber direkt 30 Millionen Euro als Startkapital einsammeln. Hinzu kamen große Investoren-Namen des Startups aus Europa, wie zum Beispiel der Ex-Formel-1-Pilot und DHDL-Jury-Mitglied Nico Rosberg. So schaffte es das Unternehmen, mit seinen 40.000 E-Scootern innerhalb eines Monats nach Beginn des Verleihs über eine Million Fahrten in Deutschland abzuwickeln. Anfang 2020 beschäftigte das Unternehmen zudem mehr als 500 Mitarbeiter. Inzwischen ist es in 160 europäischen Städten – 67 davon in Deutschland – und 16 Ländern aktiv. Damit gehört TIER zu den bekanntesten Startups aus Europa. Die Expansion geht stetig weiter. So kaufte Tier in der Vergangenheit bereits einige Roller der Konkurrenz auf, zuletzt im März 2022 den Anbieter Spin.

Noch mehr Startups entdecken? Hier findest du noch weitere erfolgreiche Startups aus anderen Ländern und Städten:

Häufige Fragen (FAQ) zu den erfolgreichsten Startups aus Europa

Woher kommen die besten Startups aus Europa?

Auffällig ist, dass viele Firmen auf die Online-Branche setzen, die sich in den letzten Jahren durch Rekord-Umsätze als sehr lukrativ erwiesen hat. Als Gründer-Standorte sind dabei die Hauptstädte, wie zum Beispiel Berlin oder Stockholm, sehr beliebt. Aber auch Paris, Amsterdam und sogar Göppingen sind unter anderem in der Liste der erfolgreichen Gründer-Städte vertreten.

Welche sind die erfolgreichsten Startups aus Europa?

Zu den erfolgreichsten Startups aus Europa gehört die niederländische Firma Adyen. Der Firmenname Adyen heißt übersetzt „von vorne beginnen“ und mag vielen nicht sofort ein Begriff sein. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Software dieses Startups aus Europa schon genutzt wurde. Denn bei Adyen handelt es sich um ein Fintech-Unternehmen, dass bargeldlose Zahlungen unter anderem für Facebook, Airbnb oder Spotify abwickelt.

Welches Startup aus Europa wurde durch Corona noch erfolgreicher?

Insgesamt waren die Nutzerzahlen des Videocall-Anbieters Skype vor der Corona-Pandemie stark zurückgegangen und stiegen erst seit Beginn der Corona-Pandemie wieder an. Heute sind laut Unternehmensangaben täglich ca. 40 Millionen Nutzer bei Skype aktiv und die Nutzungszeit ist um 220 Prozent angestiegen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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