Harland D. Sanders machte "Kentucky Fried Chicken" weltweit bekannt

KFC-Gründer: Ein Mann und sein amerikanischer Traum

Vom Tellerwäscher zum Millionär – ein beliebtes Sprichwort und ein immer noch anhaltender amerikanischer Traum. Und kaum ein Zweiter steht genau für diesen Lebensweg, wie der KFC-Gründer Harland D. Sanders. Obwohl man fast nichts über den US-amerikanischen Unternehmer weiß, strahlt sein Gesicht jedem Kunden in jedem KFC-Restaurant der Welt entgegen. Wer dieser Mann ist, wie er KFC gegründet hat und welche Erfolge er in seinem Leben feiern konnte, wollen wir in diesem Artikel klären.

Wer ist der KFC-Gründer?

Der KFC-Gründer Harland David Sanders wurde am 09. September 1890 in Henryville, Indiana geboren. Der US-Amerikaner verlor bereits früh seinen Vater und wurde zusammen mit seinen zwei Geschwistern von seiner Mutter allein groß gezogen. So lernte Harland D. Sanders schon in jungen Jahren selbstständig zu sein und übernahm als Kind viele häusliche Aufgaben, darunter auch das Kochen für die Familie. Und so wurde schnell ersichtlich, dass er für das Kochen sowohl Leidenschaft als auch Talent besaß.

Harland D. Sanders
KFC-GründerBildquelle: Wikimedia Commons
Geburtsort
Henryville, Indiana, USA
Beruf
Koch
Unternehmen

Kentucky Fried Chicken

Website

kfc.com

So viel Spaß ihm auch das Kochen machte, so unliebsam war ihm die Schule, weshalb er nach der sechsten Klasse abbrach. Die nächsten Jahre schlug sich Harland D. Sanders mit zahlreichen Jobs durch, verließ seine Heimat und hielt sich stets über Wasser. 1930 dann eröffnete er eine Tankstelle in Corbin, Kentucky, in der er zusätzlich für Durchreisende traditionelle Südstaatenküche anbot. So konnte er seine einstige Leidenschaft wieder ausleben und kredenzte seinen Gästen vor allem sein leckeres Brathähnchen. Seine Kochkünste sprachen sich herum und bald eröffnete Sanders auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Restaurant.

Wie verlief die Gründungsgeschichte von KFC?

Dieses Restaurant war die Geburtsstunde des Kentucky Fried Chicken, wie wir es heute kennen. Noch unter dem Namen „Harland Sanders Cafe“ bekannt, wuchs und wuchs das Geschäft. Inspirieret durch die damals neue Erfindung des Druckkochtopfs, entwickelte Sanders eine spezielle Hochdruckfritteuse, um seinen Gästen ihr Hähnchen auch ohne lange Wartezeiten servieren zu können. Dabei gelang es ihm, die Hähnchen besonders knusprig und saftig zuzubereiten. Mit den Jahren perfektioniert er seine Gewürzmischung. Sein Original Rezept, bestehend aus elf Kräutern und Gewürzen, die den bekannten KFC-Geschmack ausmachen, wird bis heute verwendet und ist nach wie vor ein gut behütetes Geheimnis.

Mit 62 Jahren entschloss sich Harland D. Sanders seine Geschäftsidee und Vision zu teilen. So reiste er durch das Land und versuchte andere Restaurantbesitzer von seinem sensationellen Hähnchenrezept zu überzeugen. Sein Konzept: An jedem verkauften Hähnchen verdient er fünf Cent. Zumindest einen Unternehmer konnte er überzeugen, bis ihm der Bau eines neuen Highways vom Verkehr abschnitt, er dadurch in finanzielle Notlage geriet und sich verschuldete. Bei Null startete er erneut, lebte sparsam und bemühte sich umso mehr neue Franchise-Nehmer anzuwerben. So schlief Colonel während dieser Zeit oftmals im Auto. Ein paar Jahre später zahlte sich die Mühe aus und im Jahr 1964 verkauften dann ganze 600 KFC-Restaurants Brathähnchen nach seinem Rezept. Im gleichen Jahr verkaufte er sein Unternehmen, arbeitete allerdings weiterhin als Sprecher und Markenbotschafter und bereiste die ganze Welt. Im hohen Alter von 90 Jahren verstarb Harland D. Sanders dann in Louisville, Kentucky an Leukämie und ist bis heute für seine schmackhaften Hähnchen weltweit bekannt. Der KFC-Gründer hinterließ eine Frau und drei Kinder.

Wie kam der KFC-Gründer zu seinem Ehrentitel?

1935 ernannte der Gouverneur von Kentucky Harland David Sanders zum „Colonel of Kentucky“ und verlieh ihm damit einen Ehrentitel. Damit bedankte sich der Bundesstaat für seine Verdienste. Sanders nutze den Titel von da an als Teil seines Rufnamens und kleidete sich auch stets als eleganter und typischer Südstaaten-Gentleman. Das Outfit als auch den Titel „Colonel“ bestärkten seine Selbstvermarktung und ermöglichten einen hohen Wiedererkennungswert. Bis heute schmückt Sanders Gesicht jede KFC-Filiale auf der Welt.

Wie viel Umsatz macht KFC?

KFC als Franchiseunternehmen in der System-Gastronomie machte 2021 allein in Deutschland Umsätze in Höhe von knapp 278,5 Millionen Euro. Denn seit 1968 ist KFC in Deutschland vertreten und kann bereits über 180 Filialen bundesweit verzeichnen. Doch das Ziel des KFC-Franchises ist ganz klar: In den nächsten Jahren will KFC seinen Umsatz auf mehr als eine Milliarde Euro steigern.

Seit 1997 gehört KFC zu „YUM! Brands“, einem Mutterkonzern, zu dem auch Marken wie Pizza Hut oder Taco Bell gehören. Das macht YUM! zum größten Unternehmen im Bereich der Systemgastronomie. Zusammen mit diesen Marken konnte der große Fastfood-Konzern zuletzt 5,6 Milliarden US-Dollar Umsatz verzeichnen.

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Häufige Fragen (FAQ) zum KFC-Gründer

Wer ist der KFC-Gründer?

Der KFC-Gründer ist der US-Amerikaner Harland D. Sanders, der 1890 in in Henryville, Indiana geboren wurde.

Wie entstand KFC?

1930 eröffnete Sanders eine Tankstelle in Kentucky, in der er zusätzlich für Durchreisende traditionelle Südstaatenküche anbot. Sein leckeres Brathähnchen kam so gut an, dass er bald auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Restaurant eröffnete – das war die Geburtsstunde des Kentucky Fried Chicken, wie wir es heute kennen.

Warum heißt der KFC-Gründer Colonel?

1935 ernannte der Gouverneur von Kentucky Harland David Sanders zum „Colonel of Kentucky“ und verlieh ihm damit einen Ehrentitel.

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Quelle:

kfc.de

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas ist seit März 2022 in der Redaktion von Gründer.de. Hier verantwortet er die Bereiche Franchise- und Gründer-Verzeichnis, außerdem arbeitet er regelmäßig an neuen Büchern und eBooks auf unserem Portal. Zuvor hat er 5 Jahre lang in einer Online-Marketing-Agentur für verschiedenste Branchen Texte geschrieben. Sein textliches Know-how zieht er aus seinem Studium im Bereich Journalismus & Unternehmenskommunikation.

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