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Wettstreit zwischen Meta und Twitter eröffnet

Threads: Metas neustes Projekt auf Konfrontationskurs mit Twitter

Twitter bekommt Konkurrenz. Der Kurznachrichtendienst Threads von Meta ist in der Nacht zum Donnerstag gestartet und verzeichnet einen extrem hohen User-Anstieg. Was der Dienst kann und wie sich nun der Konkurrenzkampf gestaltet, erfährst du hier.

Was ist Threads?

Threads ist der neue Kurznachrichtendienst von Meta. Diesen Dienst hat Meta Gründer Mark Zuckerberg am Mittwochabend feierlich gestartet. Damit gibt es nun einen ernstzunehmenden Konkurrenten zu Twitter. Bisher war Twitter der mit Abstand erfolgreichste Kurznachrichtendienst weltweit. An diese Krone versucht Threads nun ran zukommen.

Twitter nutzen aktuell 200 Millionen Menschen regelmäßig. Um Threads zu nutzen können sich User mit den Instagram-Daten anmelden und direkt auf Threads zugreifen. Damit könnten sich bis zu zwei Milliarden Menschen direkt bei Threads anmelden. In den ersten Stunden haben haben sich bereits mehr als 30 Millionen Menschen eingeloggt.

Wie funktioniert Threads?

Nach der Anmeldung im Threads-Konto können User ihr Instagram-Profil importieren und haben die gleichen Inhalte und Zugriffe wie auf Instagram selbst. Es gibt, ähnlich wie bei Twitter, eine Nachrichtenleiste, in der verschiedene Inhalte aufgelistet werden. Dabei sind es vor allem Einträge von Nutzern und Inhalte, die ein Algorithmus empfiehlt. Letzteres gab es bei Twitter nicht. Aktuell können User aber noch keine direkten Nachrichten austauschen. Außerdem ist die Suche aktuell nur auf Nutzer und nicht auf Themen beschränkt. Das soll sich aber noch ändern.

Gibt es Threads schon überall?

Bisher ist Threads in etwas mehr als 100 Ländern gestartet, aber noch nicht in der EU. Das habe laut Meta mit regulatorischen Unsicherheiten, die mit dem Digital Market Act zusammenhängen, zu tun. Dieses Gesetz beschreibt Einschränkungen für Unternehmen über den Datenaustausch verschiedener Plattformen. Bis Threads also in der EU und auch in Deutschland angekommen ist, kann es also noch dauern.

Mark Zuckerberg schießt gegen Elon Musk?

In einem Statement zu Beginn von Threads gab Mark Zuckerberg an, dass es nun eine Plattform für öffentliche Unterhaltung mit mehr als einer Milliarde Nutzern gebe. Twitter schein es nicht zu sein, denn Elon Musk habe die Gelegenheit dazu gehabt, Twitter zu dieser Plattform zu machen und diese Chance nicht genutzt. Neben den Sticheleien von Zuckerberg prophezeiten schon einige User, dass es das Ende von Twitter sei. Auch Investoren freuten sich, denn die Meta-Aktie stieg am Mittwoch bereits um drei Prozent an. Elon Musk äußerte sich dazu bisher nur unbeeindruckt. Heute morgen wurde allerdings bekannt, dass Musk Meta mit einer Klage droht. Meta soll angeblich vertrauliches Wissen und Insights von Twitter für Threads nutzen. Das soll durch gezielte Einstellungen von Ex-Twitter-Mitarbeitern geschehen sein. Meta wies diese Anschuldigungen zurück.

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