Den Traum ins Weltall zu fliegen hatten schon viele. In der jüngeren Vergangenheit kam von den neueren Unternehmen SpaceX in die Schlagzeilen. Elon Musk zog sein Unternehmen im Amerika hoch und scheint damit auch erfolgreich zu sein. Nun kommt die Konkurrenz nicht mehr nur aus den bekannten Raumfahrtnationen. Das deutsch-französische Unternehmen The Exploration Company plant ebenfalls eine Kapsel ins All, die SpaceX in den Schatten stellen soll, zu schießen.
Was ist The Exploration Company?
Im Jahr 2021 wurde das junge deutsch-französische Startup gegründet. Gründerin ist Hélène Huby, die ehemalige Managerin von Airbus. Bei Airbus war sie im Bereich Defense & Space als Stellvertretende Präsidentin Orion European Services tätig. Ihre Mission: Eine europäische Lösung für den Personen- und Gütertransport zu Raumstationen und zum Mond. Damit bekommt das Unternehmen SpaceX, welches Elon Musk gründete, Konkurrenz. Denn auch er hat sich auf die Fahne geschrieben möglichst günstig Personen in den Weltraum zu befördern. Seine Priorität liegt neben den Raumstationen allerdings nicht beim Mond – er strebt den Mars an.
Die Raumkapsel „Made in Germany“ oder auch „Made in France“ ist bereits in Planung. Zwei Prototypen stehen aktuell auf dem Plan. Der zweite Prototyp soll nicht nur Güter transportieren, sondern auch wieder kontrolliert in die Erdumlaufbahn zurückkehren können. Die Kapsel soll außerdem den Namen Nyx tragen und neben den Gütern auch Personen ins All befördern. Die ersten Testflüge sind noch für dieses Jahr anvisiert.
Wie finanziert sich das Unternehmen?
Aktuell konnte das Raumfahrt-Startup in einer Series-A-Finanzierungsrunde etwa 40,5 Millionen Euro sammeln. Geldgeber sind der luxemburgische VC-Fond EQT Ventures, der französische Wagniskapitalgeber Red River West, Promus Ventures, Cherry Ventures, Vsquared, OMNES Capital, July Fund, Partech, Possible Ventures, Habert Dassault Finance, Schlumberger sowie Vista Fonds. Das ist eine der größten Serie-A-Finanzierungsrunde, die in der europäischen Raumfahrt-Branche durchgeführt wurde.
Bereits 2021 konnte das Unternehmen Geld aus Finanzierungsrunden sammeln. Das Geld wird nun für Vermarktungszwecke und den Ausbau der Prototypen genutzt. Ob die zweite insgeheime Mission, mit SpaceX zu konkurrieren und diese hinter sich zu lassen, gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Lea Minge