Die Annahme, dass die Schließung der lokalen Geschäfte dazu führt, dass der Umsatz im Online-Handel steigt, ist laut der Studie falsch. Denn gerade einmal 1 Prozent der Befragten gab an, dass er seine Leistungen sogar nochmal steigern konnte. Immerhin jeder Dritte spürt bisher noch keine Auswirkungen der Corona-Krise auf den Online-Handel.
Auswirkungen der Corona-Krise auf den E-Commerce: Händlerstimmen
Der Händlerbund befragte die Online-Händler außerdem nach den genauen Auswirkungen des Coronavirus. Denn das Virus sorgt zwar einerseits für eine erhöhte Nachfrage nach medizinischen Produkten oder nach haltbaren Lebensmittel, gleichzeitig schränkt es die Kaufkraft aber auch ein. Einerseits durch Quarantänemaßnahmen wie das verhängte Kontaktverbot oder andererseits durch gekürzte Gehälter aufgrund von Kurzarbeit.
Mit 55 Prozent sieht die eindeutige Mehrheit die Corona-Krise als schlecht für das Geschäft an. Immerhin etwa ein Drittel der Händler ist bislang nicht davon beeinträchtigt.
„Es wurden Fachmessen abgesagt, die für uns so wichtig sind wie für andere das Weihnachtsgeschäft.“
Nur 9 Prozent sieht es positiv und denkt, dass die Krise gut für den E-Commerce ist.
„Mein Online-Handel brummt – ich nehme mal an, die Leute kaufen lieber online, als selbst aus dem Haus zu gehen.“
Veränderungen beim Umsatz und Sortiment
Aufgrund der Corona-Pandemie rechnen 45 Prozent mit Umsatzeinbußen. Bereits 70 Prozent fühlt sich von der Corona-Krise betroffen. Nur gut jeder Zehnte befürchtet keine Umsatzeinbußen.
Veränderungen bei Mitarbeitern und dem Verhalten
Anders als im Einzelhandel gab knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) an, dass sie durch die Corona-Krise keine Veränderungen hinsichtlich ihrer Mitarbeiter verzeichnen. 10 Prozent der Mitarbeiter arbeiten bereits im Homeoffice. Etwas mehr als ein Viertel der Mitarbeiter ist aufgrund der Krise jedoch auch besorgt (27 Prozent).
Über die Hälfte der befragten Händler verhält sich aktuell außerdem nach den üblichen Maßgaben in der Erkältungszeit und achtet besonders darauf, die Übertragung durch ihre Hände einzudämmen. Daher verzichten auch 60 Prozent auf den klassischen Handschlag und jeder Vierte verzichtet auf Dienstreisen.
Nicht nur unter den Online-Händlern ist die Lage angespannt. Auch ein Großteil der Gründer befürchtet finanzielle Einbußen.
Quelle: Händlerbund / Statista


Katharina Jaretzke