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Aggressiveres Vorgehen der EZB erwartet

Inflationsrate in Deutschland: Verlauf nicht wie von Experten erhofft

Die Inflationsrate in Deutschland ist nicht gesunken – entgegen der Erwartungen von Ökonomen. So ist sie im Februar bei 8,7 Prozent geblieben.

Das Statistische Bundesamt teilte am Mittwoch mit einer ersten Schätzung mit, dass die Inflationsrate in Deutschland im Februar bei 8,7 Prozent verharrte. Die Prognose von Ökonomen hingegen war ein Rückgang auf 8,5 Prozent. Die europäische Berechnungsweise des Harmonisierten Verbraucherpreis-Index HVPI ergab einen Anstieg der Inflationsrate in Deutschland von 9,2 auf 9,3 Prozent. Diese Berechnungsweise unterscheidet sich aber leicht von der nationalen.

So entwickelte sich die Teuerungsrate in den einzelnen Bereichen

Die Energiepreise stiegen lediglich um 19,1 Prozent. Im Januar hingegen betrug der Anstieg 23,1 Prozent. Die Teuerung der Energie hat sich daher abgeschwächt. Was die Nahrungsmittel angeht, ist der Verlauf im Februar differenziert zu betrachten. So verteuerten sich manche Nahrungsmittel, während andere günstiger wurden. Im Durchschnitt stiegen die Preise aber auf Jahressicht um 21,8 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich ebenfalls stärker. So lag die Teuerung auf Jahressicht bei 4,7 Prozent – zuvor lag sie bei 4,5 Prozent.

Energiepreise kühlen etwas ab

Die bereits veröffentlichten Zahlen zu Nordrhein-Westfalen, die oft als repräsentativ gelten, geben ebenfalls Auskunft, über den Verlauf der Inflationsrate in Deutschland. Die Strompreise sind im Februar mit 0,6 Prozent gegenüber dem Januar leicht gestiegen. Der Dieselpreis sank sogar um 4,1 Prozent. Holger Schmieding, Chefvolkswirt des Hamburger Bankhauses Berenberg dämpft allerdings positive Erwartungen: „Diese erfreulichen Nachrichten werden aber mehr als ausgeglichen durch höhere Preise in anderen Bereichen“. So müssten Verbraucher für viele Dienstleistungen gleichzeitig mehr zahlen.

Pauschalreisen im Februar kosteten 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr – die Rate im Januar betrug 6,2 Prozent. Bürger mussten zudem für Übernachtungen in Hotels und für das Essen in Gaststätten mehr zahlen. Ausschlaggebend dafür sind hohe Heizkosten, teure Lebensmittel und der Mangel an Kellnern und weiterem Personal. Versicherungen erfuhren im Februar auch einen Preisanstieg um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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