Der Gründer im Interview

Gründer-Geheimnis TECHWOODHOMES: Smartes und nachhaltiges Zuhause

Der Traum vom Eigenheim – für viele ist es ein Wunsch, den man sich im Laufe des Lebens gerne erfüllen möchte. Doch mit neuen Generationen verändert sich auch dieser Traum. Statt sich am Wochenende um Haus und Garten kümmern zu wollen, will die Familie von heute lieber Zeit für gemeinsame Erlebnisse haben. Wie in vielen Bereichen kann auch hier die Technologie bereits einiges und viele rüsten ihr Heim mit Smart Home Features und dem Rasenmähroboter auf. Das Startup TECHSMARTHOMES kombiniert beim Bau neuer Einfamilienhäuser bereits in der Konzeption nachhaltige Materialien mit intelligenten Lösungen, die das Leben leichter machen.

Stadtflucht, Homeoffice, Klimakrise – die Themen junger Familien sind heute andere als noch vor 50 Jahren. All diese Faktoren müssen also auch im Hausbau berücksichtigt werden. Wie TECHWOODHOMES das löst? Die Fertighäuser können in 48 Stunden in der eigenen Fabrik auf besonders nachhaltige Weise und mit regionalen Rohstoffen produziert werden. Im Haus selbst können dann alle Prozesse durch Technologie optimiert werden. Vom Fingerabdrucksensor, der die Tür öffnet, bis zu den Fassadenpanelen mit Photovoltaik – hier kommen sowohl Smart-Home-Liebhaber als auch Technologie-Neulinge auf ihre Kosten.

In Gaaden bei Wien wird gerade der erste TECHWOODHOMES Park errichtet, in dem bereits zwei Häuser stehen. Bis Ende 2023 soll der Park komplett fertiggestellt sein und es gibt bereits zahlreiche Kaufanfragen für alle Häuser. Diese Nachfrage zeigt, dass die Vision des Unternehmens auf große Resonanz stößt. Viele Herausforderungen und neue Entwicklungen stehen TECHWOODHOMES Gründer Michael Rohrmair bevor. Im Interview verrät er uns mehr über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens.

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für TECHWOODHOMES?

TECHWOODHOMES-Gründer Michael Rohrmair

Die ersten Ideen zu diesem Projekt kamen beim eigenen Hausbau. Ich musste feststellen, dass jede Komponente, jeder Arbeitsschritt enorm viel Zeit und ungeplante Kosten in Anspruch nimmt. Da dachte ich mir: Das muss auch einfacher und besser gehen. Durch meine vorherigen Tätigkeiten beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit allen Aspekten im Bereich der Digitalisierung. Der eigene Bezug zu Immobilien hat mir wie gesagt gezeigt und teils direkt vor Augen geführt, dass das Einfamilienhaus innovativ größtenteils stagniert – trotz wachsender Homeoffice-Zahlen und feststellbarer Stadtflucht junger Familien. Dies alles hat schlussendlich dazu geführt, dass ich das Konzept TECHWOODHOMES auf einem 50-seitigen Konzept zu Papier gebracht habe. Von vornherein ging es mir allerdings nicht um den Hausbau an sich, sondern vor allem um daraus resultierende SaaS-Modelle, eine gewisse Infrastruktur und die Digitalisierung des Hauses für alle Lebenslagen. Im Grunde habe ich ein Haus entwickelt, in dem ich selbst in Zukunft gerne leben würde.

Wie lief die Namensfindung ab? Warum habt ihr euch für “TECHWOODHOMES” entschieden?

TECHWOODHOMES spiegelt die Vision und Mission unseres Startups perfekt wider und vereint die drei Säulen, um die es bei uns geht. TECH steht hierbei für den von Anfang an mitgedachten Smarthome- und Software-Gedanken, praktisch das Gehirn jedes TECHWOODHOMES. Von der Energieregulierung, Jalousien, Lichtkonzept, Heiz- und Kühlstrategie, Infrarotsensoren und allem was dazu gehört. Außerdem vereinen wir unter dieser Säule die mittel- bis langfristig geplanten recurring revenues aus unseren SaaS-Modellen. WOOD steht für mehr als nur den Baustoff Holz. Es steht für Nachhaltigkeit. Dies spiegelt sich in den verwendeten Materialien wider: Schafwolle, Holzfaser, Holz, Lehmputz. Unsere Häuser in ihren verschiedenen Größen bauen auf einer Holzfertighaus Plattform auf, wodurch wir regionale Materialien und deren nachhaltige Verwendung in den Mittelpunkt bringen. HOMES steht für unseren Kerngedanken, dass wir ein perfektes Wohngefühl und ein Zuhause schaffen. Dies gründet sich darauf, dass wir jedes Haus so gestalten, dass jeder unserer Gründer darin auch selbst wohnen möchte.

Wann hast du erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Seit 2016 habe ich mich intensiv mit der Digitalisierung der Immobilienbranche beschäftigt. Unter anderem habe ich auch ein Company Building Konzept für Proptechs entwickelt. Im Rahmen dieses ganzen Prozesses habe ich festgestellt, dass die Digitalisierung der Immobilienbranche im Vergleich zu anderen Branchen wenig weit entwickelt war. Das hat mich dazu geführt, darüber nachzudenken, wie Digitalisierung das Leben der Menschen im Einfamilienhaus erleichtern kann. Fragestellungen nach der Wartung, der Optimierung der Energie, aber auch wie die Pflege im Eigenheim durch die Digitalisierung erleichtert werden kann, sind in den Prozess eingeflossen. Da habe ich erkannt, dass es sehr viele Ansatzpunkte gibt, mit denen das tägliche Leben erleichtert werden kann. Hierfür ist ein optimal abgestimmtes Zusammenspiel von Hard- und Software notwendig. Diese SaaS-Modelle können einzeln hinzugebucht werden. Bei einer darauf basierenden Kalkulation habe ich gesehen, dass nach einiger Zeit mehr Geld mit den Services als mit dem eigentlichen Hausverkauf verdient werden kann.

Phase 2 – Planung

Wie hast du dich bei der Planung unterstützen lassen?

Tatsächlich konnte ich auf ein recht großes Netzwerk zurückgreifen und mein Gründungsteam schnell von meiner Idee überzeugen. Das Gesamtkonzept für das Einfamilienhaus gab und gibt es so aktuell nicht auf dem Markt. Mit Jürgen Chochola war ein ausgewiesener Experte für Smart Home & Energy Solutions frühzeitig an Bord, um diese komplexen Themen abbilden zu können. Johann Maurhofer blickt auf 30 Jahre Expertise in der Softwareentwicklung zurück, zuletzt im Framework der Gebäudeautomatisierung. Robin Skala ist der kreative Part und Architekt rund um das Smart-Home Konzept, der als Futurist stets daran arbeitet, neue Wege zu gehen. Martin Vogl als abrundendes Element des Teams verantwortet die Bereiche Konstruktion, Produktion und Montage der TECHWOODHOMES. Alles in allem habe ich mir frühzeitig ein senioriges Team zusammengestellt, um bestmögliche Expertise zu vereinen.

Hast du Tipps zur Erstellung des Businessplans?

Orientiert habe ich mich zuallererst am Marktpotential in der unmittelbaren Umgebung, d.h. Ostösterreich. Darauf basierend habe ich einen Expansionplan erstellt und mir die nächsten Märkte angesehen. Ein klarer Tipp von mir ist, dass es immer wichtig ist, seinen eigenen Absatz zu schätzen. Best Case, Worst Case und ein Szenario dazwischen. Als Überprüfung des eigenen Absatzes sollte man sich anhand dessen dann den Marktanteil ansehen. Bräuchte man für den geplanten Absatz z.B. 50% Marktanteil, sollte man nochmal darüber nachdenken.

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Welche Schritte (technisch und organisatorisch) standen noch an, bis eure Plattform online ging?

Zu Beginn stand natürlich ein sehr komplexer Planungsprozess. Da wir das Haus mit der Technik aus einem Guss erschaffen haben, mussten wir jeden Grundriss viel häufiger umbauen als dies normalerweise der Fall ist. Zusätzlich ist die Programmierung einer eigenen App kein kleines Vorhaben, das nicht einfach nebenbei erledigt werden kann. Die Hardwareauswahl, basierend auf beispielsweise Heiz- und Beleuchtungskonzepten sowie die Lieferantenfindung dazu war nochmal ein riesiger Punkt. Eine eigene Produktion aus dem Boden zu stampfen war dann noch die Krönung des Ganzen. Im Rahmen dieser Aufgaben gab es zahlreiche Herausforderungen zu meistern.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Homeoffice, Stadtflucht, der Wunsch “im Grünen” zu wohnen, wird in den jüngeren Generationen immer stärker zunehmen. Des Weiteren bringt diese Generation ein Faible für Technik mit – gleichzeitig spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle.  Bei Themen wie assisted living, Pflege im Eigenheim, selbstorganisierende Verwaltung usw. gibt es noch sehr viel Innovationspotential, aber gleichzeitig, nicht zuletzt aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung, auch immer mehr Bedarf.

Beim Gründen läuft nicht immer alles glatt: Welche Fehler habt ihr gemacht? 

Bei TECHWOODHOMES halten sich die Fehler zum Glück in kleinem Rahmen. Allerdings habe ich schon mehrere Unternehmen gegründet. Zu Beginn habe ich sicher den Fehler gemacht, zu glauben, dass sich ein gutes Produkt von selbst verkauft und somit das Unternehmen von Beginn an mit zu wenig Kapital ausgestattet. Ebenso wichtig ist es, die Gründungspartner sehr wohlüberlegt auszusuchen, nämlich vor allem hinsichtlich der Persönlichkeit. Es werden schwierige Zeiten kommen, in jedem Startup, und dann muss man zusammenhalten.

Phase 4 – Wachstum

Was macht TECHWOODHOMES so besonders?

Unsere Vision besteht darin, das Leben im Haus der Zukunft zu gestalten: nachhaltig, intelligent und mit mehr Zeit für die wesentlichen Aspekte des Lebens. Anstatt Technologie nachträglich in Häuser zu integrieren, entwickeln wir von Anfang an ein ganzheitliches Konzept. Wir vereinen perfekt integrierte Hardware mit einfacher Steuerung und neuartigen Servicemodellen. So wartet sich das TECHWOODHOME auf Wunsch nahezu selbständig – der Spruch “ich kaufe mir eine Wohnung, denn die ist weniger Arbeit als ein Haus” stimmt in einem TECHWOODHOME nicht mehr. 

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher genutzt?

Aktuell profitieren wir enorm von unseren bereits bestehenden Vertriebspartnern und investieren deshalb im Moment in unser Brand Building und den Markenaufbau. Auch die Social Media Kanäle bauen wir derzeit auf. Im Moment arbeiten wir zudem am ersten Fertighauspark im Metaverse – aber dazu erzählen wir im zweiten Halbjahr mehr.

Welche geheimen Tipps kannst du angehenden Gründern geben?

Geheime Tipps habe ich keine. Jedoch kann ich einen sehr wichtigen Tipp mitgeben, der sich einfach anhört, aber in der Praxis schwierig umzusetzen ist: Gerade in schwierigen Phasen darf man nicht verzweifeln, sondern muss einen Schritt nach hinten gehen, die aktuelle Lage und die Probleme identifizieren, Lösungen entwickeln und rasch Umsetzen. Und das nicht auf Monatsbasis, sondern in manchen Phasen wöchentlich oder täglich. Nur so stellt man sicher, rasch genug auf unvorhersehbare Änderungen zu reagieren.

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