Vorsicht Stolperfallen

Risiken bei der Onlineshop-Eröffnung: Darauf solltest du achten

Onlineshops boomen, immer mehr Menschen erkennen die Vorteile des Einkaufens im Netz. Gerade kleinere Shops erfreuen sich wachsender Beliebtheit, denn sie punkten mit Persönlichkeit, Erreichbarkeit und Fachwissen. Ladenbetreiber können von einer zusätzlichen virtuellen Präsenz sehr profitieren, und auch für Neueinsteiger bieten Onlineshops zahlreiche Vorteile. Doch es gibt auch Risiken zu beachten.

Rechtliche Stolperfallen kennen

Wenn du einen Onlineshop gründen möchtest, ist es ratsam, dich zunächst sehr gut mit dem Thema Datenschutz sowie weiteren, wichtigen rechtlichen Anforderungen auseinanderzusetzen. Die Liste dessen, was beachtet werden muss, ist sehr lang. Es gibt aber auch eine gute Nachricht, denn im Netz sind umfangreiche Hilfestellung und maßgeschneiderte Lösungen erhältlich, die das Leben der Onlinehändler um einiges erleichtern. Im Folgenden werfen wir einen kurzen Blick auf die wichtigsten Punkte, die beachtet werden müssen.

Cookies sind Textinformationen, die beim Aufrufen einer Webseite auf dem Gerät des Nutzers abgespeichert werden. Ihre Nutzung wird in der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und neu im Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) definiert und geregelt. Cookies können notwendig sein, damit bestimmte Funktionen auf einer Seite korrekt dargestellt und ausgeführt werden können. Bei Onlineshops betrifft dies unter anderem Bezahlfunktionen, aber auch sicherheitsrelevante Plugins. Es gibt jedoch auch Cookies von Anwendungen, die beispielsweise für Marketingzwecke eingesetzt werden. Sogenannte Trackingtools analysieren das Verhalten der Webseitenbesucher, um die Seite oder das Produktangebot entsprechend zu optimieren. Der Betreiber des Onlineshops kann beispielsweise erkennen, welche Unterseiten besucht wurden oder wie lange potenzielle Kunden im Shop verweilten. Auch eingebundene Dienste wie Google Maps oder YouTube setzen Cookies.

Die Nutzung aller nicht notwendigen Cookies muss jedoch in jedem Fall optional sein. Daher muss jede Seite, die Cookies setzt, mit einem Cookie Consent Tool ausgestattet sein, das bestimmte DSGVO-relevante Anforderungen erfüllt. Wichtig ist vor allem, dass der Webseitenbesucher nicht-essenziellen Cookies erst aktiv zustimmen muss, bevor diese gesetzt werden dürfen. Ein einfacher Cookie Banner, der lediglich darüber informiert, dass Cookies verwendet werden, ist nicht mehr ausreichend.

Gute Rechtstexte sind unabdingbar

Ebenso wichtig wie ein DSGVO-konformes Cookie Consent Tool sind die nötigen Rechtstexte. Mittlerweile gibt es auch hier zahlreiche Anbieter, die Onlineshops ihre Dienste zur Verfügung stellen, und so das Leben der Händler um einiges leichter machen. Fehlerhafte oder gar fehlende Rechtstexte können schließlich eine mitunter sehr teure Abmahnung zur Folge haben und wirken auch für Kunden nicht unbedingt vertrauenerweckend.

Als Onlineshop-Betreiber müssen auf deiner Webseite unbedingt eine Datenschutzerklärung, ein Impressum, die Widerrufsbelehrung sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu finden sein. Wichtig ist auch, dass sie leicht erreichbar sind, am besten also im Menü oder im Footer platziert werden sollten.

Da es sehr viel zu beachten gibt bei der Erstellung dieser Texte, was weit über das Wissen eines Laien hinaus geht, sollte ein entsprechend spezialisierter Anwalt zurate gezogen werden. Es ist jedoch nicht nötig, eigens einen Anwalt zu engagieren, auch die Texte seriöser Anbieter von Rechtstexten wurden mit der nötigen fachlichen Expertise erstellt. Einen guten Überblick über die auf Onlineshops spezialisierten Dienstleister bietet beispielsweise die Vergleichsplattform Rechtstexte für Onlineshops.

Doch nicht nur das Vorhandensein entsprechender Rechtstexte muss beachtet werden, sondern auch ihre Aktualität. Rechtliche Anforderungen unterliegen konstanten Entwicklungen und Anpassungen, daher sollten die Rechtstexte regelmäßig aktualisiert werden. Viele Anbieter ermöglichen ihren Kunden bereits, dies über Schnittstellen automatisch zu erledigen.

Neben dem eigenen Onlineshop haben viele Händler zusätzliche Präsenzen auf großen Online-Marktplätzen oder eigene Social Media-Auftritte für ihr Geschäft. Auch hier sind spezielle Rechtstexte unbedingt erforderlich.

Weitere Stolperfallen warten im Detail

Mit dem Cookie-Consent-Tool und professionellen Rechtstexten hast du zwei der größten Hürden zu einem rechtssicheren Onlineshop bereits sicher umschifft. Doch auch bei der Shopgestaltung warten noch einige Stolperfallen auf dich. Ganz wichtig ist zunächst das Urheberrecht bei Fotos und Texten.

Urheberrecht

So verlockend es auch sein mag, Hände weg von allen Bildern, Grafiken oder Texten, über deren Nutzungsrecht du nicht verfügst. Gerade was Bilder betrifft, ist die Verlockung häufig groß, denn sie sind das A und O einer guten Webseite. Bevor du deine Produkte einstellst, kläre mit deinem Großhändler, ob du gegebenenfalls seine Produktfotos nutzen darfst. Wenn nicht, hilft nur, die Fotos selbst zu machen oder einen Fotografen zu engagieren. Mit etwas Glück findest du vielleicht auch passende Stockfotos. Dekorative Fotos dürfen ebenfalls nicht einfach geklaut werden. Vorsicht ist zudem bei Anbietern von kostenlosen Fotos geboten, da hier häufig nicht überprüft wird, ob derjenige, der ein Bild hochgeladen hat, auch wirklich die Rechte an diesem besitzt.

Preisauszeichnung

Weitere Stolperfallen lauern in der korrekten Preisauszeichnung sowie gegebenenfalls bei Produktkennzeichnungen. Verkaufst du Waren, deren Preis auf Gewicht, Volumen oder Länge basiert, musst du auf die Grundpreisangabe achten. Auch die Mehrwertsteuer muss korrekt ausgezeichnet und Angaben über die Versandkosten leicht einsehbar sein. Je nachdem bei welchem Anbieter du deinen Onlineshop erstellst, benötigst du gegebenenfalls entsprechende Plugins, die eine rechtskonforme Darstellung ermöglichen.

Produktkennzeichnungen

Bei manchen Produkten, wie Textilien oder Elektroartikel, müssen zudem bestimmte Angaben in vorgegebener Form gemacht werden. Bei Kleidung gibt es beispielsweise genaue Vorgaben hinsichtlich der Stoffbezeichnungen. Einige Anbieter von Rechtstexten bieten eine komplette Überprüfung deines Onlineshops an, was durchaus eine lohnende Investition ist, wenn du dir in Bezug auf rechtliche Anforderungen unsicher bist.

Verpackungsgesetz

Wenn du physische Waren anbietest, musst du zudem das Verpackungs- und Versandmaterial lizenzieren. Auch hier gibt es rechtlich ein paar Feinheiten zu beachten. Importierst du beispielsweise Waren aus dem Ausland, so musst du auch die Produktverpackung lizenzieren, da du als Inverkehrbringer giltst.

SSL-Zertifikat

Mit dem SSL-Zertifikat wird sichergestellt, dass sensible Informationen wie Zahlungsdaten nur verschlüsselt weitergegeben werden. Ein solches Zertifikat ist daher unumgänglich für Onlineshops. Inzwischen wird die SSL-Zertifizierung durch das TLS-Verfahren, welches auf ihr aufbaut, abgelöst.

Fazit

Ein eigener Onlineshop bietet zahlreiche Vorzüge und ist für Ladeninhaber genauso gut geeignet wie für Neueinsteiger. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Dienstleistern, die den Einstieg und die rechtskonforme Durchführung eines Onlineshops immens erleichtern. Wichtig ist vor allem, dass deine Seite über ein Cookie Consent Tool und die nötigen Rechtstexte verfügt. Auch bei der Gestaltung deiner Webseite und den Produktinformationen gibt es einiges zu beachten. Doch mit etwas Recherche-Arbeit und zuverlässigen Dienstleistern sind alle rechtlichen Hürden gut zu überwinden.

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